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Neue Filiale als Schutz vor Banküberfällen

Die Raiffeisenbank zieht innerhalb des Dorfs in einen Neubau auf dem Brandplatz um. Dort soll die Filiale besser vor Banküberfällen geschützt sein.

Die Raiffeisenbank wird im Herbst 2015 ihre bisherige Filiale in Elgg aufgeben, bleibt dem Landstädtchen aber treu. Stattdessen zieht die Bank in die neue Überbauung der Genossenschaft Wohnen Arbeit und Kultur Elgg und Umgebung (WAK) auf dem Brandplatz ein. Dies hat Rudolf Strehler, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Aadorf gestern an einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Grund für den Wechsel sind die Banküberfälle, die sich während der letzten Jahre in der Region gehäuft haben. «In der neuen Liegenschaft sind bessere Sicherheitsvorkehrungen möglich», erklärte Strehler. Alles soll auf den neusten Stand der Technik gebracht werden, damit die neue Filiale für Bankräuber unattraktiv wird. Selbst eine Aufgabe des Standortes stand zur Diskussion. Dies wäre aufgrund der hohen Bankendichte im Dorf theoretisch zu verkraften gewesen, sei jedoch mit Blick auf die treue Kundschaft in Elgg wieder verworfen worden. Stattdessen wolle man mit dem Umzug ein Zeichen setzen. «Wir sind gekommen, um zu bleiben», sagte Strehler. Gleichzeitig wolle man mit dem Umzug den Schatten der Überfälle hinter sich lassen, ergänzte Peter Bühler, Direktor der Raiffeisenbank Aadorf. In den letzten eineinhalb Jahren wurden gleich fünfmal Filialen der Raiffeisenbanken in der Region ausgeraubt. Geklärt sind bisher nur zwei Taten: In Eschlikon TG und Elgg war im Juli 2012 derselbe Haupttäter am Werk. In Elgg zählte er allerdings noch auf die Hilfe zweier Komplizen. «Wir warten nun gespannt auf das Urteil», sagte Bühler, der auf harte Strafen hofft. Noch im Januar soll voraussichtlich Anklage gegen die Täter erhoben werden. Der zweite Überfall in Elgg vom Juni 2013 ist weiterhin ungeklärt. Die Vorfälle haben die Raiffeisenbank veranlasst, einen fünfstelligen Betrag zu investieren, um die bestehende Filiale in Elgg sicherer zu machen. Zum Beispiel liefern die Überwachungskameras jetzt Bilder in HD-Qualität. Die WAK erstellt auf dem Brandplatz insgesamt drei aneinanderliegende Gebäude. Geplant sind 16 Wohnungen und zusätzlicher Raum fürs Gewerbe. Die Raiffeisenbank schätzt die Kosten für ihre neue Geschäftsstelle im Erdgeschoss, die ein wenig grösser sein wird als die bestehende, auf rund 3 Millionen Franken. Baustelle mit Geschichte Der Brandplatz hat bereits eine lange Geschichte hinter sich. Nachdem dort 1976 drei Häuser abgebrannt sind, klaffte lange eine Baulücke. Zwar gab es immer wieder neue Projekte, doch sie scheiterten alle. So wurde das Grundstück der Gemeinde jahrelang als Parkplatz genutzt. 2010 stimmte die Elgger Gemeindeversammlung schliesslich dem Verkauf des Grundstücks und dem Gestaltungsplan der WAK zu. Die Bauarbeiten haben bereits Ende 2013 begonnen. Beim Aushub wurden Überbleibsel aus der Antike entdeckt, wodurch sich die Arbeiten ein wenig verzögerten. Doch die WAK nimmt dies mit Humor. «Die Archäologen haben uns beim Graben unterstützt, sie hatten nur etwas kleine Schaufeln dabei», sagte Präsident Erich Wegmann.

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