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Neue Gesichter

Die Stubete am See in Zürich gehört zu den wichtigsten Schweizer Festivals für Neue Volksmusik. Die vierte Ausgabe vom 5. bis 7. September bietet 44 Konzerte mit elf Premieren.

Die seit 2008 alle zwei Jahre stattfindende Stubete am See vergibt jeweils einen Kompositionsauftrag. «Alpine Metamorphosen» für Streicher, Bläser, Harfe, Akkordeon und Percussion des Wiener Bassisten Tommaso Huber wird vom Ländlerorchester 2014 im Grossen Tonhalle-Saal uraufgeführt.

Der Begriff Volksmusik ist an der Stubete weit gefasst. Traditionelle Klänge haben ebenso Platz wie schräge, auch folkige und jazzig-rockige. Experimente finden weiten Raum. Kein Wunder, dass neben Tinu Heinigers AllStarBand, die eine Premiere feiert, auch die klassische Akkordeonistin Viviane Chassot zu hören ist.

Stark vertreten ist der Nachwuchs, den der Klarinettist Dani Häuser und der Schwyzerörgeler Markus Flückiger an der Hochschule Luzern fördern. Die beiden haben dort den bisher einzigen Studiengang (Neue) Volksmusik ins Leben gerufen. Absolventen sind etwa Pirmin Huber (Bass), Christoph Pfändler (Hackbrett), Maria Gehrig (Geige), Fränggi Gehrig (Akkordeon) und Marion Suter (Piano). Sie alle sind an der Stubete in unterschiedlichen Formationen zu hören. Der Schwy­zer­örgeler Marcel Oetiker, einer der ersten Studenten in Luzern, fehlt allerdings. Er hat an der letzten Stubete mit seinem Trio für einen musikalischen Höhepunkt gesorgt. Abwesend ist dieses Jahr auch der Appenzeller Geiger und Naturjodler Noldi Alder, ein wichtiger Erneuerer der Volksmusik. Der Grund für diese Lücken liegt darin, dass das Festival grössten Wert legt auf neue Gesichter. Diese erhalten den Vorzug, zudem En­sem­bles und Musiker, die mit einer Premiere aufwarten. Karl Wüst, sfd

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