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Neue Pfarrerin gewählt

Läuft weiterhin alles rund, ist das reformierte Pfarramt ab dem 1. Januar 2013 wieder besetzt.

Den Stimmberechtigten wird am 25. November an der Urne die Pfarrerin Eva Tobler Gasser zur Wahl vor­geschlagen. Das hat die ausserordent­liche Kirchgemeindeversammlung vom Donnerstag in geheimer Abstimmung mit 32 zu 0 Stimmen beschlossen. Dass keine einzige Gegenstimme einging und sich auch niemand enthielt, widerspiegelt das Bild, das sich die reformierten Rhein­au­er von Eva Tobler an zwei Gastgottesdiensten und nun auch bei ihrer persönlichen Vorstellung machen konnten: Geboren 1956 in Turbenthal, legte sie in Winterthur die Matur ab und studierte dann in Zürich Theologie und Germanistik. Nach Forschungstätigkeiten an der Universität – sie untersuchte, wie man das Evangelium in der Antike und im Mittelalter verstand – war sie an den Winterthurer Kantonsschulen als Religions- und Deutschlehrerin tätig. Dies auch nach ihrer Heirat mit dem Musiker Ulrich Gasser in Kreuzlingen. Vor sieben Jahren übernahm sie ein Pfarramt im Jura. Seit sechs Jahren betreut sie das Einzelpfarramt der deutschsprachigen Kirchgemeinde Villamont in Lausanne, die sich über 33 Politische Gemeinden erstreckt. «Jetzt freue ich mich auf überschaubare Verhältnisse», sagt sie. Keine Angst vor Fusion Auf die Ausschreibung im Frühling waren laut Ruedi Gugelmann, dem Präsidenten der Pfarrwahlkommission, 16 Bewerbungen eingegangen. Fünf wurden in Gottesdiensten und in Gesprächen genauer unter die Lupe genommen. Die Wahl fiel in der Kommission einstimmig auf Eva Tobler – wie jetzt an der von Heinz Lienhard geleiteten Gemeindeversammlung. War­um hat sich Eva Tobler für die 70-Prozent-Stelle in Rhein­au beworben? «Weil hier Wert auf Gottesdienste gelegt wird, die auch das Gemüt ansprechen.» Zudem schätzt sie Rhein­au als Kulturzentrum. Dass die relativ kleine Kirchgemeinde, sollte dereinst die Vision des Zürcher Kirchenrates umgesetzt werden, durch Fusion verschwinden könnte, bereitet ihr keine Sorgen: «Ich bin für die Zukunft offen. Die Kirche hört ja nicht in der eigenen Gemeinde auf. Klein und allein, das ist nicht immer die einzige vernünftige Lösung.» (lü)

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