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Neuer Club fürs Tösstal im Bau

Neben den Sport­anlagen Gmeiwerch in Turbenthal entsteht ein neuer Club. Er soll den Tösstalern eine Ausgeh­möglichkeit direkt vor der Haustür bieten.

Das Fundament ist gelegt. Der Baukran in vollem Einsatz. Im Mai soll in Turbenthal neben den Bahngleisen am Käppeliweg ein Gebäude stehen, in das neben einem Bed and Breakfast und einem Autoteile-Onlineversand auch ein Kulturclub einziehen wird. «In den letzten Jahren haben hier in der Region viele Restaurants und Hotels geschlossen. Und dies, obwohl die Bevölkerung stetig zunimmt.» Die Turbenthaler Jugend müsste bis nach Winterthur fahren, um sich mit Gleichaltrigen treffen zu können, Musik zu hören oder etwas trinken zu gehen. Dagegen wollte Heinz Bernhard, einer der drei Gründer des Vereins Kulturclub Tösstal, etwas unternehmen. Die Halle, in der sich der Club einmieten wird, soll ganz nach dem Geschmack der Gründer eingerichtet werden: eine Bühne, ein Billardtisch, ein Töggelikasten und eine Küche für Mittags- und Znüniangebote. Sogar eine Hundetränke soll es geben, damit auch Vierbeiner nicht durstig bleiben müssen. Bei der Musik sei von Ländler bis Punk alles erlaubt. «Nur rechtsex­tremistische Bands möchten wir nicht auftreten lassen», sagt Bernhard. Das Gebäude entsteht in der Industriezone nahe der Reithalle und dem Tennisclub von Turbenthal. Mit den Sportvereinen sei bereits eine Vereinbarung getroffen worden, sich bei grossen Anlässen gegenseitig mit Parkplätzen auszuhelfen, so Bernhard. Lokalbevölkerung einbeziehen Tagsüber sind in dem Kulturclub Kerzenziehnachmittage oder Specksteinwerkstätten für Kinder geplant. Am Abend soll jedoch vorwiegend Musik gespielt werden. Der Verein ist offen für verschiedenste Ideen, und jeder kann Mitglied werden. Es steht aber schon eine bestimmte Einstellung dahinter. «Wir möchten nicht noch einen überteuerten Club mit schlechter Musik, sondern etwas Sinnvolles, bei dem sich die Lokalbevölkerung selber einbringen kann», erklärt Bernhard. Der Kleinkunst, die sonst keine Auftrittsmöglichkeiten habe, solle eine Plattform geboten werden. Der einzige bereits fest geplante Termin ist eine Jamsession jeden Dienstagabend. Dort seien alle Musiker eingeladen, die Lust hätten, gemeinsam zu spielen. Finanziert wird der ganze Spass momentan noch durch Spenden und Sponsoring. Doch sobald der Club in Betrieb ist, soll er sich durch Verkauf von Getränken und Essen selbst tragen. Eintritt möchte Bernhard keinen verlangen. Ein Notfonds, in den bei jeder Veranstaltung ein kleiner Teil des Erlöses fliessen werde, soll für schlechte Zeiten vorsorgen, so die Strategie des Vereins. Gemäss Bauplan wird im Mai das Gebäude stehen und bereit sein für den Einzug des Kulturclubs.

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