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Neues Haus für neuen Pfarrer

Die Reformierte Kirchgemeinde Bauma hat drei Baustellen: Sie plant ein neues Pfarrhaus, sucht einen Pfarrer und will auch mit Sternenberg fusionieren.

Die Reformierte Kirchgemeinde Bauma nimmt einen zweiten Anlauf für den Neubau eines Pfarrhauses. Das alte, baufällige Gebäude an der Gnist­strasse, das schon länger leer steht, muss dafür weichen. Geplant ist ein zweistöckiges Wohnhaus mit Keller und zwei überdeckten Fahrzeugabstellplätzen. «Es ist eine simple Architektur, nichts Extravagantes», sagte Kirchenpflegepräsident Stephan Reiser am Montagabend bei einer Präsentation der Baupläne im Kirchgemeindehaus. In einem einstöckigen Anbau mit separatem Eingang werden Pfarrbüro und Besprechungszimmer untergebracht. Für Besucher sind zusätzliche Parkplätze geplant. Kostenpunkt: 1,1 Millionen Franken. Den Baukredit will die Behörde an der Gemeindeversammlung vom 17. Juni einholen.

Und Reiser ist zuversichtlich, dass es dieses Mal klappt: «Die Reaktionen sind eher positiv.» Schon am Sonntag konnten Kirchenmitglieder nach dem Gottesdienst die Pläne begutachten. Das Projekt sei bodenständig und realistisch: So fasst Kirchenpräsident Reiser das bisherige Echo zusammen. Die vorgängige Information war der Kirchgemeinde ein Anliegen. «Das haben wir das letzte Mal versäumt.»

Rückblende: Ursprünglich hatte die Kirchenpflege Grösseres vor. Sie plante ein Doppeleinfamilienhaus für die Pfarrfamilie und einen Mieter sowie ein neues Bürogebäude an der Gub­lenstrasse. Doch das Stimmvolk lehnte im März 2012 beide Kredite für total 1,7 Millionen Franken ab. Die Kirchgemeinde verlor dadurch Pfarrer Martin Scheidegger. Er kündigte wegen der unsicheren Wohnsituation per Ende 2012. Die Kirchgemeinde hatte für ihn und seine Familie vorübergehend ein Haus in Dillhaus gemietet. Dieser Vertrag wurde im Frühling aufgelöst.

Schlechte Ausnutzung

«Wir haben die Kritik ins neue Projekt einfliessen lassen», sagt Reiser. Die abgespeckte Variante hat allerdings den Nachteil, dass das über 1200 Quadratmeter grosse Grundstück schlecht ausgenutzt wird. So bleibt viel Umschwung. Im Sommer 2014 soll das neue Pfarrhaus fertig sein. Bis dahin will die Pfarrwahlkommission auch einen neuen Pfarrer finden. In der Pfarrunion Bauma-Sternenberg stehen 200 Stellenprozente zur Verfügung. Die andere Vollzeitstelle besetzt Willi Honegger, der im zweiten Pfarrhaus an der Wolfsbergstrasse wohnt.

Gleichzeitig will die Baumer Kirchgemeinde mit Sternenberg fusionieren (siehe Box). Diese besitzt noch ein Pfarrhaus, das derzeit privat vermietet wird. Ist da ein Neubau in Bauma nicht überflüssig? «Nein», findet Kirchenpräsident Reiser. Er gibt zu bedenken, dass in Sternenberg auch grössere Renovationen anstehen würden. Zudem ist fraglich, ob der neue Pfarrer lieber in Sternenberg wohnen möchte. Reiser schliesst diese Option allerdings auch nicht aus. «Dann mache ich mir aber auch keine Sorgen, dass wir das neue Haus in Bauma anderweitig vermieten können.» Selbst der Anbau könnte bei Bedarf einfach in eine Zweizimmerwohnung verwandelt werden.

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