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Neues Mega- Skigebiet bewilligt

Alpen?Die Pläne von Samih Sawiris für einen Ausbau und Zusammenschluss der Skigebiete von Andermatt UR und Sedrun GR sind vom Bund genehmigt worden. Umweltverbände wollen den Entscheid genau überprüfen.

Gute Nachrichten für den ägyptischen Investor Samih Sawiris: Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat gestern mitgeteilt, dass es der Andermatt-Sedrun Sport AG (ASS) die Bewilligung erteilt habe, um die bestehenden Skigebiete beidseits des Oberalps zusammenzuschliessen und zu modernisieren. Das für das neue Resort in Andermatt wichtige Vorhaben sei gesetzeskonform und umweltverträglich. Das Projekt beinhaltet 15 neue Seilbahnanlagen, wobei 8 davon bestehende Seilbahnen ersetzen. Die Umweltverträglichkeit sei auf der Stufe Plangenehmigung nachgewiesen. Der Urner Regierungsrat wertet die Plangenehmigung als Meilenstein für die touristische Entwicklung des Kantons.

Die Kantone kompensieren

Zentraler Projektteil ist die Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun. Um diese zu realisieren, seien grossflächige Eingriffe in die Landschaft nötig, schreibt das BAV. Die Eingriffe würden mit einer Vielzahl von Massnahmen ausreichend kompensiert. Hierzu trügen auch die Kantone Uri und Graubünden bei, indem sie grossflächige Renaturierungen sowie die Schaffung von Schutzgebieten unterstützten. Mit dem Seilbahnbau beginnen kann die ASS noch nicht. Als Nächstes muss sie beim BAV zusätzlich seilbahntechnische Detailprojekte einreichen.

24 Anlagen, 120 Kilometer

Das neue Skigebiet Andermatt-Sedrun wird über 24 Anlagen und 120 Pistenkilometer verfügen. Ursprünglich hätte es noch grösser werden sollen, doch reduzierten die Projektverantwortlichen das Vorhaben, nicht zuletzt wegen der Kritik von Umweltorganisationen. Anfang 2013 schloss Sawiris mit den Umweltverbänden eine Vereinbarung ab. Pro Natura und Mountain Wilderness wollen nun prüfen, ob beim Entscheid des BAV diese Übereinkunft eingehalten worden ist, wie ihre Pressestellen mitteilten. Gegen die Verfügung des BAV kann beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde geführt werden.

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