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Neues Quartier – aus Containern

Um die zugewiesenen Asylbewerber einzuquartieren, wird im Niederfeld eine Siedlung mit elf Containern erstellt.

Vor Kurzem hat die Gemeinde Andelfingen die Grösse von 2000 Einwohnern erreicht – und sie wächst weiterhin. Mittlerweile sind unter anderem zwei Familien zu je vier Personen aus Serbien und Montenegro dazugekommen: Asylbewerber. Sie sind provisorisch in einer Notunterkunft einquartiert, nämlich im unterirdisch angelegten Kommandoposten im kantonalen Ausbildungszentrum im Niederfeld, in dem Zivilschützer, Feuerwehrleute und Polizisten geschult werden.

Provisorisch ist die Unterkunft deshalb, «weil die dauerhafte Unterbringung von Asylbewerbern in einem unterirdischen Schutzraum früher oder später zu Problemen führt», wie der Gemeinderat in seiner neuesten Pressemitteilung schreibt. Auf besagte Notunterkunft kam die Behörde, weil in der Gemeinde keine leer stehenden Wohnungen zu finden sind.

Um hingegen eine längerfristige Unterkunft bieten zu können, hat sich der Gemeinderat in Absprache mit der Asylkoordination des Bezirks für eine Lösung ausgesprochen, die für das Weinland ungewöhnlich ist: für die Errichtung einer Containersiedlung.

Geplant ist, Mitte Juli auf dem Land der Firma Silidur im Niederfeld (Gewerbezone) elf Container aufzustellen. Die Gemeinde mietet sie von der Winterthurer Firma Condecta. Es handelt sich nicht nur um Schlaf-, sondern auch um Aufenthalts-, Küchen-, Wäsche- und Sanitärcontainer, zum Teil nach Geschlechtern getrennt, alle schon gebraucht. Die Container sollen an das Wassernetz, an die Kanalisation und an die Stromversorgung der Gemeinde angeschlossen werden. Die Lösung «Containersiedlung» ist Gemeindepräsident Ueli Frauenfelder sympathisch, «weil wir auf diese Weise alle Asylbewerber am gleichen Ort haben».

Das Projekt hat seinen Preis: Die Mietkosten für die Container und das Gelände werden 5500 Franken pro Monat betragen, die einmalig anfallenden Investitionskosten für die Erschliessung sind noch nicht quantifizierbar.

Nachbarschaftshilfe

Aufgrund ihrer Einwohnerzahl ist die Gemeinde verpflichtet, zehn Asylbewerber aufzunehmen, um im Bonus-Malus-System der Weinländer Asylkoordination nicht unter den Bezahlern figurieren zu müssen. Die Containersiedlung dürfte bis zu 14 Personen Platz bieten. «So können wir», sagt Präsident Frauenfelder, «im Sinne einer Nachbarschaftshilfe auch noch jene drei Asylbewerber aufnehmen, die eigentlich Adlikon einquartieren müsste.»

Was die Betreuung der Flüchtlinge betrifft, hofft Frauenfelder, mit dieser Aufgabe die Asylkoordination des Bezirks betrauen zu können – wie diese das schon in der Liegenschaft «Hotel Bad» in Kleinandelfingen tut. So müsste Andelfingen nicht eigenes Betreuungspersonal rekrutieren.

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