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Neugierig, kreativ und eigenwillig bleiben

Geschafft: Am Freitagnachmittag haben 142 Absolvierende der Kantonsschule Rychenberg im Stadthaus ihre Matura gefeiert. Jetzt beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt.

«Während die einen von Ihnen die Gymnasialzeit souverän absolviert haben, mussten andere sich nach der Decke strecken», wandte sich Rektorin Franziska Widmer Müller an die erfolgreichen Maturandinnen und Maturanden. «Ihnen gilt meine besondere Hochachtung.» Zum Erfolg des ganzen Jahrgangs hätten nicht nur die Maturanden ihren Beitrag geleistet. Die Schulrektorin richtete deshalb einen ausdrücklichen Dank an die Eltern und Lehrpersonen, welche die Schülerinnen und Schüler nicht bloss gefordert, sondern auch gefördert hätten. Eine Maturitätsfeier ist immer Abschied und Aufbruch zugleich: Während die einen sich auf neue Herausforderungen freuen, stellen sich bei andern Gefühle der Wehmut ein. Sechs Jahre haben sie gemeinsam miteinander verbracht, sich mit Matheaufgaben abgemüht oder literarische Höhenflüge erlebt. Dabei haben sich Freundschaften ergeben, die vielleicht ein Leben lang halten werden. Doch vorerst galt es, Abschied zu nehmen. Die Wege trennen sich. Die Mehrzahl der erfolgreichen Maturandinnen und Maturanden macht sich nun auf und wird ein Studium an einer Hochschule in Angriff nehmen. Andere schalten ein Zwischenjahr ein, wollen die Welt entdecken, reisen und fremde Kulturen kennen lernen. «Nebenwege als Chance nutzen» «Die Vorreiterin»: Unter dieser Prämisse wandte sich Annegret Katzenstein, Vizepräsidentin am Obergericht des Kantons Zürich, an die Festgemeinde im Stadthaussaal. Dass an der Kanti Winterthur, wie sie damals noch genannt wurde, Mädchen und Knaben gemeinsam zur Schule gingen, sei für sie ein Grund gewesen, sich in Winterthur und nicht in Zürich fürs Gymnasium anzumelden. Die Kantonsschule Rychenberg sei zwar jünger als das Rämibühl in Zürich, zeichne sich aber dadurch aus, dass sie bereits vor 115 Jahren Mädchen zum Schulbesuch zugelassen habe. So sei es nicht weiter verwunderlich, dass mit Sibyll Kindlimann das Rychenberg 1986 die erste Rektorin eines Gymnasiums im Kanton Zürich erhielt. Die Zeit an der Kantonsschule Rychenberg habe sie geprägt, sagte Annegret Katzenstein. Und ihr die Augen geöffnet für gesellschaftliche Zustände und Vorgänge. «Welchen Weg auch immer Sie wählen, keiner wird gradlinig verlaufen. Betrachten Sie deshalb Um- oder auch Nebenwege als Chance, um Neues zu entdecken, und bleiben Sie dabei neugierig, kreativ und eigenwillig», gab die Gastrednerin den jungen Erwachsenen zu bedenken. Eine stimmungsvolle Feier Eine wichtige Rolle an einer Maturfeier spielt der anschliessende Apéro. Hier wird über Zunkunftspläne diskutiert, werden Erinnerungen ausgetauscht. Hier treffen sich aber auch ehemalige Lehrpersonen und schwelgen in früheren Zeiten, die vielleicht besser waren – oder auch nicht. Umrahmt wurde die stimmungsvolle Feier vom Oberstufenchor der Kantonsschule Rychenberg, von Mitgliedern des Ergänzungsfachs Musik der 6. Klassen und der Big Band der Kanti Rychenberg. Unbestrittener Höhepunkt war die Verabschiedung der Maturklassen und die Übergabe der Zeugnisse durch die Schulleitung.

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