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«Neuling» will das Amt des Gemeindeammanns erobern

Eine Auswahl soll her, fanden vier Ortsparteien. Dar­um gründeten sie eine Findungskommission, die einen zweiten Anwärter für das höchste Amt von Aadorf suchte – mit Erfolg.

Gestern präsentierte die Findungskommission der Aadorfer Ortsparteien CVP, FDP, SP und EVP ein neues Gesicht. Matthias Küng, derzeit Gemeindeschreiber von Pfungen, will für die Nachfolge von Gemeindeammann Bruno Lüscher (FDP) kandidieren. Per Inserat suchte die Findungskommission einen Anwärter für das Vollamt, nachdem die Suche in den eigenen Reihen erfolglos verlief. Die SVP portiert ihren amtierenden Gemeinderat und Vize-Gemeindeammann Roman Engeler. Die anderen Parteien sprechen nicht von einem Angriff auf die SVP oder Engeler. Sie wollten den Wählern vielmehr eine Alternative bieten, heisst es. «Wenn nur ein Kandidat für ein solches Amt zur Verfügung steht, kann man kaum von einer Wahl sprechen», sagt Roland Gahlinger, Präsident der FDP. Vom Erfolg ihres Inserates war die Kommission überrascht. Fünf Bewerber haben sich gemeldet. Vier hat die Kommission näher geprüft, zwei davon kommen aus Aadorf. «Wir konnten mit dem Inserat offenbar Leute aus dem Dorf aktivieren, die sich sonst nicht so im Umfeld der Parteien bewegen», sagt Stephan Pfefferli, Präsident der CVP. Politisch in den Vordergrund Die Kommission hat nun Matthias Küng vorgestellt, ein bisher politisch unbeschriebenes Blatt. Er ist 35 Jahre alt und parteilos. Aufgewachsen in Turbenthal, hat er eine Verwaltungslehre absolviert und später als Gemeindeschreiber nebenberuflich Betriebsökonomie studiert. Küng lebt seit fünf Jahren mit Frau und zwei Kindern in Guntershausen. «In meiner Kandidatur sehe ich eine Chance, die sich nicht jedes Jahr bietet», sagt Küng. «Bisher war ich als Gemeindeschreiber eher im Hintergrund des politischen Geschehens tätig.» Mit dem Amt könne er die politische, aber auch die operative Ebene verbinden. Politisch stehe er in der Mitte. Auch wenn er ein Neuling in der Aadorfer Politik sei, schätze er seine Wahlchancen realistisch ein, er müsse sich aber noch bekannt machen. Nun müssen die Parteien entscheiden, ob sie Küng nominieren wollen. Roman Engeler stört sich derweil nicht an der Konkurrenz. «Das ist Demokratie», sagt er. «Meine Wahlchancen stehen immer noch gut.»

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