Zum Hauptinhalt springen

NHL-Prominenz in der Oberseehalle

AROSA. Die Schweizer Eishockeyaner treffen heute mit sechs NHL-Spielern am Heimturnier auf Weissrussland.

Der NHL-Lockout hat auch Auswirkungen auf das Nationalteam. Weil die in Nordamerika engagierten Schweizer ihre Aussperrung in der NLA überbrüchen, sehen die Zuschauer am ersten Heimturnier seit zwei Jahren für einmal auch Mark Streit, Roman Josi, Rafael Diaz, Yannick Weber, Luca Sbisa und Damien Brunner in einem Team.

Die Ungewissheit, ob in der NHL in dieser Saison noch gespielt wird, macht die (WM-)Planung für jeden Nationalcoach schwierig, also auch für Sean ­Simpson. Nimmt die nordamerikanische Profiliga ihren Betrieb noch auf, dürfte die Qualifikation weit in den Frühling hinein dauern. Die WM in Stockholm und Helsinki würde wohl ohne NHL-Spieler über die Bühne gehen. Wird die NHL-Saison jedoch abgesagt, kündigt sich eines der attraktivsten WM-Turniere der jüngeren Zeit an.

Neuling Cunti

Dass die sechs Schweizer in der Aroser Oberseehalle dabei sind, «ist eine sehr positive Sache», freut sich auch Simp­son über die Anwesenheit der prominenten Spieler. Dank den NHL-Stars tritt die Schweiz an der «Arosa Challenge» bei ihren ersten Heimspielen der Saison mit einem äusserst kompetitiven Team an, das es durchaus mit einer WM-Mannschaft aufnehmen kann. Vom «Stamm» der Nationalmannschaft fehlen nur wenige, wie etwa Roman Wick und Andres Ambühl (beide ZSC Lions) oder der verletzte Kevin Romy (Genève-Servette). Dazu verzichtete Simpson wie üblich am Dezember-Termin auf Spieler der am Spengler-Cup engagierten Klubs.

Trotz der prominenten Namen gibt Simpson auch Newcomern eine Chance. So wird etwa Luca Cunti von den ZSC Lions mit einem Monat Verspätung zu seinem Debüt für das Nationalteam kommen. Für den DeutschlandCup, zu dem er ebenfalls nominiert gewesen war, hatte der Newcomer der letzten Saison noch verletzt absagen müssen. «Ich bin gespannt auf ihn», sagte Simpson. Cunti wird heute Abend gegen Weissrussland an der Seite von Denis Hollenstein und Simon Bodenmann stürmen. Eine Chance gekriegt hätte auch Joël Vermin. Der Stürmer des SC Bern muss seine ersten Länderspieleinsätze wegen einer Hirnerschütterung jedoch verschieben.

Das Vierländerturnier in den Bündner Bergen verspricht nicht nur wegen der Schweizer Mannschaft attraktiv zu werden. Mit den Weissrussen sowie der Slowakei oder Norwegen, die im anderen Halbfinal aufeinandertreffen, stehen den Schweizern harte Widersacher gegenüber. Die Weissrussen, die mit Andrej Skabelka einen neuen Trainer präsentieren, und die Slowaken gehören zu den altbekannten Testgegnern der Schweiz, insbesondere der Wert der Slowaken ist nach deren Gewinn der WM-Silbermedaille im Frühling jedoch gestiegen. Gegen Norwegen spielte die Schweiz in den letzten Jahren ausschliesslich an Weltmeisterschaften (zuletzt zwei Niederlagen) und WM-Vorbereitungsspielen. Im Gegensatz zur Schweiz haben sich die Norweger zuletzt zweimal für die WM-Viertel­finals qualifiziert. (si/red)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch