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Nicht mehr Geld fürs Stadttheater

Ein Elgger wollte die Gemeindeversammlung dazu bringen, den Beitrag an das Winterthurer Stadttheater zu erhöhen. Er hatte damit keine Chance. Das Budget kam ohne Gegenstimme durch.

«Das kann so nicht weitergehen!», sagte Heinz Merz, ehemaliger Gemeinderat von Elgg, am Mittwochabend. Er nahm an der von 44 Stimmberechtigten besuchten Gemeindeversammlung Bezug auf die Finanzen der Gemeinde. «Der Voranschlag löst keinen Begeisterungssturm, sondern eher einen Entrüstungssturm aus», sagte er. Vorgängig hatte Finanzvorsteher Andreas Kron den Anwesenden erklärt, dass die Steuereinnahmen zurückgehen und die von Bund und Kanton auferlegten Kosten zunehmen, ebenso wie die Ausgaben in den Bereichen soziale Wohlfahrt und Gesundheit. Kosten, welche die Gemeinde nicht beeinflussen kann. In diesem Zusammenhang fragte Merz, «ob es richtig ist, den Steuerfuss zu reduzieren». Der Gemeinderat hatte den Antrag gestellt, diesen von 52 auf 51 Prozent zu senken. Ein rein politischer Entscheid, wie Merz fand. Denn die Primarschule hatte ihren um vier Prozent erhöhen müssen. Im Gegenzug dazu hat die Sekundarschule ihren um ein Prozent gesenkt. Dass es sich beim Steuerfuss um einen politischen Entscheid handelt, bestritt Gemeindepräsident Christoph Ziegler nicht. «Wir wollen den Gesamtsteuerfuss in zwei Schritten, möglichst portemonnaieverträglich erhöhen», sagte er. Dieser soll lediglich um zwei Prozentpunkte steigen, also auf 118 Prozent zu liegen kommen. Dagegen wollte Merz dann mit einen allfälligen Antrag doch nicht opponieren. «Relationen stimmen nicht» Hingegen störte er sich an dem im Budget eingesetzten Betrag für die Kulturförderung. «Hier stimmen die Relationen nicht», sagte er. Er fand es «lächerlich», dass Elgg lediglich 50 Rappen pro Einwohner an das Stadttheater Winterthur entrichtet. Andere Gemeinden wie etwa Hofstetten und Schlatt würden rund 3 Franken pro Kopf einsetzen. Er stellte daher den Antrag, den Gesamtbetrag von 2000 Franken auf 5000 Franken zu erhöhen. Die Mehrheit lehnte das (34 Nein zu 6 Ja) aber ab. In der Schlussabstimmung votierte schliesslich keiner der Anwesenden gegen das Budget. Bei einem Aufwand von 19,73 Millionen Franken und einem Ertrag von 19,12 Millionen Franken verbleibt ein Minus von 610 000 Franken. Das Ergebnis sei aber bereits überholt, sagte Kron. Im Sozialbereich habe man einen Posten zu tief budgetiert.

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