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Nidwaldner Stimmvolk soll über Fremdsprachenunterricht entscheiden

Im Kanton Nidwalden kommt es zu einer Volksabstimmung über den Fremdsprachenunterricht in der Primarschule. Die SVP hat eine Initiative für nur noch eine statt zwei Fremdsprachen auf der Primarstufe bei der Staatskanzlei eingereicht.

Die "Neue Nidwaldner Zeitung" berichtete am Donnerstag über die Einreichung. Gemäss Angaben der Partei sind innert sechs Wochen über 450 Unterschriften gesammelt worden.

Die Initiative verlangt eine Teilrevision des Volksschulgesetzes. Danach soll auf der Primarstufe nur noch eine Fremdsprache statt Französisch und Englisch unterrichtet werden.

Viele Schüler seien mit zwei Fremdsprachen überfordert, argumentieren die Initianten. Die frei werdenden Lektionen in der Primarstufe sollten mit Basiswissen in Lesen, Schreiben und Rechnen besetzt werden.

Welche der beiden Fremdsprachen beibehalten werden sollte, lässt die Initiative offen. Dies müssten Regierung und Landrat entscheiden, sagte Martin Zimmermann, Chef der SVP-Fraktion im Landrat, auf Anfrage. Es sei jedoch naheliegend, dass dies aufgrund der Bedeutung Englisch sein dürfte.

Parlament verlangte Bericht zur Sprachenfrage

Der Nidwaldner Landrat beauftragte im September 2013 die Regierung damit, einen Bericht zum Sprachenunterricht an der Primarschule auszuarbeiten. Dabei soll sie die Abschaffung des Frühfranzösischen prüfen.

Der Landrat sprach sich bereits 2005 für die Abschaffung von Französisch auf der Primarstufe aus. Er hob den Beschluss aber 2007 noch vor der Umsetzung wieder auf. Grund waren Harmonisierungsbestrebungen auf Bundesebene.

Auch im Kanton Luzern wurde im September 2013 eine Volksinitiative zur Abschaffung von einer von total zwei Fremdsprachen auf Primarstufe lanciert. Im überparteilichen Komitee vertreten sind alle Kantonsratsparteien, die Präsidentin des Lehrerverbands sowie Vertreter der Berufsbildung.

(sda)

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