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Nino Niederreiters drei Tore zur Wende

Nino Niederreiter ist der erste Schweizer, der in einem NHL-Match drei Tore erzielte. Das Spiel Minnesota – Buffalo beinhaltete indes noch mehr Raritäten.

Er wurde als «Can’t miss swiss» bezeichnet, was ihn natürlich ehrt – aber nicht ganz korrekt ist. Denn Nino Niederreiter traf im Match der Minnesota Wild gegen Buffalo nicht mit jedem Schuss. Einmal stand ihm Goalie Jhonas Enroth im Wege, einmal traf er nur den Pfosten. Erst als das Tor von Buffalo leer war, vervollständigte der 22-jährige Schweizer seinen Hattrick beim 6:3 über Buffalo. Ganz korrekt ist Hattrick allerdings nicht, denn drei Tore in Folge schoss der Flügel nicht. Er traf zum 2:1, zum 4:2 und zum 6:3.

Historisch sind seine drei Tore dennoch. Vor ihm hat es noch kein Schweizer geschafft, dreimal in einem NHL-Match zu skoren. Immerhin zehn Schweizer gehören dem Kreis der NHL-Torschützen an. Nur vier erzielten mehr als 20 Tore: Mark Streit führt mit 81, es folgt Damien Brunner mit 29, danach Nino Niederreiter (26) und Roman Josi (25).

17 Sekunden für 3 Tore

Niederreiter erzielte nur zwei seiner NHL-Treffer nicht für Minnesota. Mit seinen drei Toren erhöhte er sein Saisontotal auf sieben, und das ist (nach 15 Spielen) bereits die Hälfte seiner Treffer aus 81 Partien der Qualifikation 2013/14.

Dass der Bündner zum besten Spieler des Abends gewählt wurde, ist selbstverständlich. Dass er mit 18:32 Minuten die meiste Eiszeit aller Angreifer hatte, zeigt auf, wie stark Minnesota auf seine Skorerqualitäten setzt. Das war auch verständlich, sein Team war nach vier Niederlagen in Folge schon arg in Rücklage, die Skorer waren gefragt.

Niederreiters erstes Tor erfolgte nur sieben Sekunden nach dem 1:1 der Wild, vom Bully in der Mittelzone ging es direkt vorwärts, Niederreiter übernahm das Zuspiel Charlie Coyles trotz enger Bewachung und traf backhand. Sein zweiter Treffer kam im Powerplay durch einen perfekten Ablenker auf ein Zuspiel Mikael Granlunds zustande. Am Ende setzte der WM-Silbermedaillengewinner den Puck ins leere Tor.

Zu den Besonderheiten der Partie Minnesotas gegen das schlechteste Team der Liga gehörte auch dies: Die Treffer zum 1:1, 2:1 und 2:2 fielen innert 17 Sekunden. Denn nur zehn Sekunden nach Niederreiters Führung hiess es 2:2, gespielt waren noch nicht einmal sieben Minuten. Und das bedeutete bereits das Ende der Arbeitszeit von Wild-Goalie Darcy Kuemper, der von zwei Schüssen keinen gehalten hatte.

Was den Sieg für Niederreiters Team in St. Paul auch noch speziell machte: Verschiedene Spieler werden von einer Krankheit geplagt, vier fielen deswegen aus. Vermutet wird ein Mumps.

Drei Punkte Josis

Mit Roman Josi trat auch ein anderer Schweizer überragend auf. Seine drei Skorerpunkte (ein Tor) in St. Louis waren allerdings zu wenig, um einen Sieg zu holen. Nashville verlor 3:4. Josi bereitete den ersten Treffer und den Ausgleich zum 2:2 vor, im Powerplay sorgte er selber für das 3:3. Niederreiter steht bei neun Skorerpunkten, Verteidiger Josi seit gestern bei acht.

Sven Bärtschi gab bei den Calgary Flames ein erstes Lebenszeichen von sich: Beim 5:3 über Arizona in Glendale erreichte er seine ersten Skorerpunkte. Er bereitete zwei Treffer vor. Obschon er nur gerade gut zehn Minuten auf dem Eis stand, reichte ihm diese Performance, um zum zweitbesten Spieler gewählt zu werden. Jonas Hiller stoppte 20 Schüsse und erreichte bei seinem zwölften Start seinen achten Sieg und ist damit die Nummer 8 der Liga.

Während Rafael Diaz bei den Flames ein weiteres Mal nur Zuschauer war, absolvierte Mirco Müller bereits seinen 15. Saisonmatch. Tampa, das vorher in acht Partien stets gepunktet hatte, war nicht gut genug, um die San José Sharks zu Hause zu stoppen. Müllers Sharks siegten 2:1, der 19-jährige Verteidiger kam auf 14 Minuten Eiszeit. jch

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