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«Noch kein weisser Rauch»

LENZERHEIDE. Auch zum Saisonabschluss konnte Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann für die offenen Kaderposten im alpinen Bereich noch keinen Vertragsabschluss vermelden.

«Leider gibt es bei uns noch keinen weissen Rauch zu sehen. Wir können in diesem Bereich noch nichts kommunizieren», sagte Urs Lehmann (Bild) am Samstag. Gefragt, wie denn der Zeithorizont bis zur Bekanntgabe der neuen Person(en) aussehe, blieb der ­Abfahrts-Weltmeister von 1993 vage: «So schnell wie möglich.» Man sei sich durchaus bewusst, dass man nicht mehr lange Zeit habe, so Lehmann weiter.

Stand ursprünglich die Suche nach einem Alpin-Chef im Vordergrund, der dann den neuen Cheftrainer der Männer hätte suchen und finden sollen, verläuft diese aufgrund des Zeitdrucks nun parallel. «Der Cheftrainer ist für die Athleten die wichtigere Person. Damit ist diese Personalie auch für uns die wichtigste», so Lehmann, der auch zugab, dass der Zeitpunkt der Entlassung von Osi Inglin «ungünstig» gewesen sei.

Obwohl der Verband bezüglich Löhnen im internationalen Vergleich sehr kompetitiv dasteht, hat sich Lehmann zahlreiche Absagen von valablen Kandidaten eingehandelt. Auf die Frage, ob Swiss-Ski denn keine Topadresse mehr darstelle, sagte er: «Sicher ist die Schweiz nicht mehr die Nummer eins oder zwei. Doch es gilt auch zu differenzieren. Viele gute Leute stehen halt noch bis nach den Olympischen Spielen 2014 unter Vertrag und deshalb für uns nicht zur Verfügung.» Die Nachfrage, ob es denn für ihn und das Präsidium vorstellbar sei, für die Olympiasaison eine «Übergangslösung» zu bestimmen, blieb unbeantwortet.

Der seit fast fünf Jahren amtierende Swiss-Ski-Präsident, der vor wenigen Wochen auch den Abgang von Direktor Andreas Wenger provoziert hatte, geriet zuletzt selbst immer stärker in den Fokus der Kritiker. Auch verbandsintern gab es zuletzt eine zunehmende Anzahl Leute, die sich fragten, ob Lehmann eigentlich noch Teil der Lösung oder doch eher Teil der Pro­bleme von Swiss-Ski sei. «Das Spek­trum ist gross. Man muss alles hinterfragen, so auch, was meine Person dem Skiverband bringt» sagte Lehmann, der zwar einen Rücktritt nicht ausschloss, eines hingegen kategorisch. «Ich werde keinesfalls zum geschäftsführenden Präsidenten von Swiss-Ski», so der Aargauer, der seit Anfang 2009 auch Geschäftsführer von Similasan, einer Schweizer Firma für homöopathische Arzneimittel, ist (si)

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