Zum Hauptinhalt springen

Noch mehr kleine Abenteurer

Einst gab es Geländewagen, dann wurden sie zu kleineren, strassentauglicheren und politisch korrekteren SUV redimensioniert. Inzwischen diversifiziert die Autoindustrie die kleinen Abenteurer fürs meist urbane Gefilde und entdeckt immer neue Nischen.

Wohin die Reise bei den so beliebten SUV-Fahrzeugen gehen soll, zeigt die Weltpremiere des noch als Studie gezeigten VW T-Roc. Bei den trendigen Kleinen soll also ein weiterer Agglo-Abenteurer im hochwertigen und emotionalen Kleid kommen. Der sehr progressive und sportliche gestylte T-Roc mit 4,18 Metern Länge basiert wie der Golf auf der Allzweckwaffe von VW, dem modularen Querbaukasten und dürfte 2016 als Viertürer in Serie gehen. Bei der Studie wurden ein Turbodiesel mit 184 PS und den drei Antriebsmodi Strasse, Offroad und Schnee installiert. Die Spezialität sind zwei «Targa»-Dachhälften, die sich mit wenigen Handgriffen im Kofferraum verstauen lassen. Während VW auch bei der Serienversion des T-Roc mit Allradantrieb plant, buhlen diverse kleine Abenteurer nur mit Vorderradantrieb um Kunden. Dazu gehört auch der auf dem gelifteten Polo basierende CrossPolo mit optisch eindrucksvollem Unterbodenschutz, verbreiterten Radhäusern und höherer Bodenfreiheit. Dass kleine Abenteurer im Trend liegen, zeigen auch Nissan mit dem renovierten Juke, der nichts von seiner Eigenwilligkeit eingebüsst hat. Er ist neu sogar mit 218 PS erhältlich. Dem ohnehin sehr speziellen C4 Cactus stellt Citroën in Genf bereits die Studie «Aventure» samt Dachbox mit integrierten LEDs zur Seite. So wirkt der Crossover noch verrückter. Um Abenteuer geht es auch bei Opel – aber die spielen sich vor allem im Grossstadtdschungel ab. Der Adam Rocks steht nun als Serienversion in Genf. Er kommt mit robusten Karosserieverkleidungen, Unterbodenschutz, einem 15 Millimeter höher gelegten Fahrwerk, dem bekannten Dreizylinder-Turbo mit 115 PS und einem elektrischen Stoffdach. Als nettes Gimmick gibts Felgen mit einzeln farbig hervorgehobenen Speichen. Die Produktion des Ablegers beginnt im August. Auf der Cross-Welle reitet auch Fiat. Die Italiener haben den nochmals aufgemotzten Panda 4x4 Cross mit elektronischem Sperrdifferenzial, dem geländetauglichen Traktionsregelsystem «Terrain Control» und einer Bergabfahrhilfe ausgerüstet. Dazu kommen rustikalere Stossfänger, Kotflügelverbreiterungen, ein Unterbodenschutz und Dachträger. Noch nicht in Genf zu sehen war der erwartete 500X, eine SUV-Version des 500 L. Als grosse Überraschung präsentierte dafür Fiat-Konzern-Schwester Jeep den Renegade, der auf exakt auf dieser Fiat-Plattform des 500L basiert. Er sieht rundum Erfolg versprechend aus: mit hoher Bodenfreiheit, permanentem Allradantrieb, 9-Gang-Automatik, zwei herausnehmbaren Dachpanelen und allen optischen Zutaten der Gelände-Ikone Jeep. Dank eckigem Design fasst der Kofferraum übrigens immerhin 350 Liter. Die Motoren stammen wie das Auto selber aus Italien und leisten 108 bis 167 PS, der Marktstart ist bereits ab Sommer 2014. Auch bei den mittelgrossen SUV-Modellen ist der Trend zu mehr Lifestyle, Luxus und Sportlichkeit unverkennbar. Beispiele sind der auf der A-Klasse basierende Mercedes GLA, der sportbetonte Porsche Macan, der schon bald der meistverkaufte Porsche sein dürfte und der geradezu filigran wirkende Jeep Cherokee mit extrem schmalen Scheinwerfern. Auch die Zukunft der boomenden, kompakten SUV-Klasse wird in Genf durch attraktive Studien vorgezeichnet. Der kantige, sehr futuristische Lexus NF auf der Basis der momentan in Genf zu sendenen Studie LF-NX kommt schon im Herbst 2014 mit Vollhybridantrieb und elektrischem Allrad ohne mechanische Verbindung zwischen den Achsen. Er ergänzt das Lexus-Modellangebot unterhalb dem RX. SsangYong präsentiert am Auto-Salon die sehr eigenwillige 4,43 m lange, siebensitzige Hybrid-Studie XLV, aus der ein Nachfolger des Korando entstehen könnte – mit deutlich mehr Styling als bisher.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch