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Noch mehr Luxus in der ersten Klasse

Das neue Flaggschiff von Mercedes ist ein purer Luxuskreuzer: Die S-Klasse bietet eine Fülle von Komfort und exquisiten Extras.

«Die S-Klasse ist das wichtigste Symbol für den Ruf von Mercedes – so wie etwa die ‹Mona Lisa› für Leonardo da Vinci», sagt Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstandes von Daimler, bei der Premiere des neuen Spitzenmodells in Hamburg. «Unsere Zielsetzung war wie immer, dass die S-Klasse ein Meilenstein für den Automobilbau ist.» Die Erwartungen sind dementsprechend hoch. 500 Journalisten aus 40 Ländern sind angereist, um dem «Stapellauf» des Flaggschiffes beizuwohnen. Übrigens nicht etwa im Hafen der Hansestadt, sondern auf dem Werksgelände von Airbus, wo der A380 gefertigt wird – sozusagen die S-Klasse der Lüfte.

Während im Flieger die Passagiere in drei Klassen reisen, gibts im Mercedes nur die First Class. Unglaublich, wie viel Luxus die 5,25 Meter lange Limousine bietet. Die Verarbeitung von Leder und Holzeinlagen ist bis ins letzte Detail perfekt. Beeindruckend auch die zwei riesigen 12,3-Zoll-Displays in der Konsole. Der linke Bildschirm ersetzt die Instrumente, der rechte dient zur Steuerung von Klimaautomatik oder Navi. Da sich beim Mercedes fast alles einstellen lässt, verwundert es nicht, dass der Fahrer den Innenraum in vier Geschmacksrichtungen beduften kann. Aber eigentlich sind die besseren Plätze in der zweiten Reihe. Fünf verschiedene Sitzvarianten stehen zur Auswahl, sie können bis 43,5 Grad geneigt werden und sind natürlich belüftet, beheizt und elektrisch verstellbar. Zusätzlich gibts eine Hot-Stone-Massage-Funktion mit beheizten Druckpunkten. Statt in eine Wellnessoase ­lassen sich die Rücksitze auch in ein rollendes Büro verwandeln. Praktische Ausklapptische wie im Flugzeug dienen als Arbeitsplatz, für Internetanbindung ist natürlich auch gesorgt.

Wirklich Einfluss auf die gesamte Branche haben aber zwei andere Innovationen. So ist die S-Klasse das erste Auto, das ganz ohne konventionelle Glühlampen auskommt. Fast 500 LEDs arbeiten in den Scheinwerfern und für die Beleuchtung des Innenraums. Die LEDs verbrauchen nicht nur bis zu viermal weniger Ener­gie­, sondern lassen sich auch platzsparend einbauen. In den Scheinwerfern sind das Steuergerät und die Lüftung deutlich grösser als die eigentliche Lichtquelle. So bleibt auch – optisch geschickt gelöst – Platz für den Einbau von Sensoren.

Die braucht es für die zweite Innovation, die aus einem ganzen Bündel von Technologien besteht. So hat die S-Klasse «sechs Augen und sechs Ohren», wie sich Forschungschef Thomas Weber ausdrückt. Die Augen sind Kameras, die Ohren die Radarsensoren. Mit diesem Paket wird die S-Klasse rundherum überwacht, was ganz neue Assistenzfunktionen erlaubt. Das optionale «Magic Body Control»-Fahrwerk etwa erkennt Fahrbahnbeschaffenheit und Schlaglöcher im Voraus und stellt sich dar­auf ein. Ebenfalls spektakulär ist der Stop-&-Go-Pilot, der im stockenden Verkehr bis 60 Stundenkilometer ganz autonom dem Vordermann folgt und selber bremst und lenkt.

In der Schweiz startet die S-Klasse am 20. Juli zu Preisen ab 105?500 Franken. Drei Motoren stehen bereit, ein Diesel mit 258 PS, ein Hybrid mit 306 PS und ein Benziner mit 455 PS. Bald dar­auf folgt ein Diesel-Hybrid mit 204 PS, der nur 4,4 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen soll.

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