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Noch mehr Verkehr zu befürchten

Eine Petition mit dem Titel «Schutz vor Verkehrs- und Lärmimmissionen», unterzeichnet von 124 Personen, soll der schon seit Jahren dauernden Diskussion um mögliche Massnahmen zur Verkehrsberuhigung an der Hauptstrasse neue Impulse geben.

Anlass zur Petition gab die Ankündigung, in Neunforn werde in nächster Zeit in grossem Stil Kies abgebaut, der Abtransport von 70 000 Kubikmetern werde über Ossingen erfolgen. Ebenfalls wird die Realisierung der Überbauung Neuwies zusätzlichen Schwerverkehr bringen. Die 124 Personen, die unterschrieben haben, wohnen mehrheitlich direkt an der Hauptstrasse.

Der Gemeinderat hat die Petition an das kantonale Amt für Verkehr weitergeleitet. Dies zum einen, weil er ohnehin selber daran ist, ein Verkehrskonzept zu erstellen, und zum andern, weil es sich bei der Haupt- um eine Kantonsstrasse handelt. «Wir hoffen», sagte Gemeindepräsident Martin Günthardt an der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend, «dass die Petition unser Anliegen, das ganze Gemeindegebiet als Tempo-30-Zone zu definieren, verstärken kann.» Die Hoffnung ist aus zwei Gründen berechtigt: Der Kanton ist daran, sein bisheriges Prinzip aufzuweichen, gemäss dem Tempo 30 auf Staatsstrassen nicht bewilligt wird. Und: Auf der engen und kurvigen Hauptstrasse Ossingens liesse sich eine Reduktion auf 30 gut vertreten.

Das Ziel «Verkehrsberuhigung» verfolgt der Gemeinderat schon seit Jahren: 2005 fanden eine Begehung und Gespräche mit der Kantonspolizei und der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) statt. Die vorgeschlagenen Eingangstore hätte die Gemeinde nicht finanzieren können. Im Mai dieses Jahres liess der Gemeinderat eine Verkehrsanalyse machen. Sie zeigt, dass Tempo 30 mit vertretbaren Kosten zu realisieren wäre. Jetzt gilt es noch «den Kanton ins Boot zu holen».

Nächstes Jahr investieren

Sobald Klarheit besteht, will der Gemeinderat an einem Informationsanlass das Gespräch mit der Bevölkerung suchen. Über die Umsetzung soll eine Gemeindeversammlung entscheiden. Der Gemeinderat ist optimistisch, dass sich nächstes Jahr einiges bewegen wird: Im Budget 2013 (das die 49 zur Gemeindeversammlung erschienenen Stimmberechtigten abgesegnet haben) figuriert ein Betrag von 60 000 Franken für Verkehrsberuhigung.

Im Übrigen war zu erfahren …

K … dass Ossingen vier weitere Jahre den Titel «Ener­gie­stadt» tragen kann;

K … dass die Sek die Fortbildungsschule für Erwachsene weiterhin führt;

K … dass die Primarschule nach einer optimalen Lösung für ihre aufzuhebende Grundstufe sucht;

K … dass die kommunale Fernwärmeanlage für 100 000 Franken ausgebaut werden soll. (lü)

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