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Noch nicht bereit für die Krönung

Ein Kommentar von Urs Stanger.

Wieder hat es nicht gereicht. Seit dem Cupsieg 2010 ist Pfadi in Cup oder Meisterschaft siebenmal an den Kadetten Schaffhausen gescheitert, einmal war Wacker Thun der Bezwinger. 2004 lösten die Schaffhauser die Winterthurer als Serienmeister ab. Sieben Titel in den letzten zehn Saisons haben sie mittlerweile erobert. Oft reichte die bare Überlegenheit des Kaders, hervorgerufen durch die in der Schweiz unerreichbare finanzielle Kapazität des Vereins, zum Erfolg. Das grössere Potenzial war jetzt ebenfalls ein Faktor. Und im Gegensatz zur letzten Saison, als sich die Kadetten zweimal von Wacker Thun überrumpeln liessen, waren sie diesmal auch zum richtigen Zeitpunkt bereit und dadurch stärker als die Gegnerschaft. Besser als Pfadi, das wie schon in den drei Saisons zuvor – damals noch mit routinierterem Personal – die Meisterschaften nicht krönen konnte. Die Winterthurer lieferten eine starke Saison ab, in den entscheidenden Momenten jedoch genügten sie wieder nicht ganz, spielten sie zu wenig konstant, um den ultimativen Durchbruch an die Spitze zu schaffen. Auf den Punkt genau die besten Leistungen abrufen – daran muss noch gearbeitet werden. So fehlte der schöne Abschluss einer grundsätzlich erfreulichen Saison. Der grosse Umbruch der Mannschaft gelang erstaunlich schnell, das Team mit vielen jungen Nationalspielern überzeugte lange Zeit. Und es gab in dieser Finalserie Momente, da standen, inklusive Torhüter, sechs (teilweise sehr junge) Schweizer Pfadi-Handballer sechs ausländischen Spielern der Kadetten gegenüber. Bezüglich aktiver Förderung der besten Schweizer Talente hat Pfadi ge­gen­über dem Rivalen aus dem Norden die Nase vorn. Die sportlichen Perspektiven sind sehr vielversprechend, zumal die Entwicklung dieser Mannschaft erst richtig begonnen hat. Andere Bereiche dagegen bleiben Problemzonen: Pfadi sucht weiterhin nach einem Hauptsponsor und es fehlt in ganz Winterthur eine Hallensportarena, die selbst realistischen Ansprüchen genügt.

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