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Noch nie so viele aussereuropäische Filme

An den 17. Kurzfilmtagen in Winterthur sind so viele ausländische Filme zu sehen wie noch nie. Vor allem Liebhaber des amerikanischen «Independent Cinema» werden auf ihre Kosten kommen.

Im internationalen Wettbewerb der 17. Kurzfilmtage Winterthur (5.-10. November) sind so viele aussereuropäische Filme zu sehen wie noch nie. 41 Filme aus 27 Ländern sind im Rennen um den Hauptpreis, erstmals auch einer aus Nepal, wie es am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Zürich hiess. Die Kurzfilmtage wollen mit den Wettbewerben neue Trends in der Filmwelt - in inhaltlicher wie technischer Hinsicht - entdecken und das Kino als Institution zelebrieren.Abschied von Folklore Für den Schweizer Wettbewerb wurden 20 Filme aus 350 eingereichten Produktionen ausgewählt. Bei der Selektion habe sich eines gezeigt, dass Heimatfilme passé sind, wie der neue künstlerische Direktor John Canciani sagte. Auffallend sei der direkte oder indirekte Blick auf die Wirtschaftskrise in vielen Filmen. Viele Schweizer Dokumentarfilme befassten sich mit dem Ausland. Von der Folklore, die in den letzten Jahren auch häufig in den Langfilmen zu finden war, hätten sich die Schweizer Kurzfilmemacher verabschiedet.Grosse geografische Breite Immer häufiger seien Kurzfilme nicht mehr nur Visitenkarten junger Filmemacher für den Langfilm. Heute sei es üblich, dass die Filmschaffenden zwischen Lang- und Kurzfilm hin und her wechseln, sagte Canciani. Die Filme des internationalen Wettbewerbs, für den über 5000 Werke eingereicht wurden, zeichneten sich durch thematische Vielfalt und eine «enorme geografische Breite» aus. Und wegen der Tendenz zu eher längeren Kurzfilmen werden die Wettbewerbsfilme in sieben statt wie bisher sechs Blöcken präsentiert. Spezialprogramme für kubanisches und unabhängiges US-Kino Das wichtigste Spezialprogramm ist dem unabhängigen Filmschaffen der USA gewidmet. Die Kurzfilmtage wollen «Independent Cinema» als eine Form von Undergroundfilm und Low-Budget-Produktionen abseits des Einflusses der Hollywoodstudios präsentieren, aber auch als Genre mit einer bestimmten Filmästhetik. Auch das aktuelle kubanische Kino kann sich dem Kurzfilmtage-Publikum vorstellen. Zu sehen sind Werke, die in den letzten Jahren an der kubanischen Filmschule Escuela International de Cine y TV entstanden. An der Schule werden junge Leute aus ganz Lateinamerika ausgebildet, alle Filme hätten jedoch «eine starke kubanische Handschrift», sagte Canciani. Ein zweites Kuba-Programm befasst sich mit dem Werk von Armando Capo Ramos. Dieser «Shootingstar» wird laut Canciani als einer der innovativsten Dokumentarfilmer des jungen kubanischen Filmschaffens gehandelt. Seit 2008 würden seine Werke weltweit an Festivals und in Museen gezeigt. Ein Eintauchen in die Welt des Glaubens und der Transzendenz ermöglicht das Spezialprogramm «Rituale». Zusammen mit Festivals in Wien und Hamburg entstand das Projekt «Strange Days»: Die Festivals konzipierten je ein Programm, alle drei werden in allen Städten gezeigt.

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