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Norwegischer Dreifachsieg - Boner gute 9.

Im Langlauf wird das 30-km-Rennen der Frauen zu einer rein norwegischen Angelegenheit. Seraina Boner überrascht mit einer starken Leistung und verpasst ihr zweites Diplom nur ganz knapp.

Die Entscheidung um das Edelmetall im Skatingrennen mit Massenstart fiel bereits früh. Nach dem ersten Skiwechsel nach 10 km forcierten die drei Norwegerinnen Marit Björgen, Therese Johaug und Kristin Störmer Steira das Tempo und setzten sich ab. Die drei harmonierten ausgezeichnet und vergrösserten den Vorsprung auf die restlichen Läuferinnen kontinuierlich, bis dieser eine komfortable Minute betrug. Wer sich welche Medaille sichert, entschied sich im happigen letzten Aufstieg. Bronze ging an Steira, die früh abreissen lassen musste. Björgen behielt im Zweikampf gegen die im Weltcup Führende Johaug die Oberhand und sicherte sich nach dem Skiathlon und dem Teamsprint zum dritten Mal Gold in Sotschi. Mit sechs Gold-, drei Silber- und einer Bronzemedaille ist Björgen neu die erfolgreichte Winterathletin an Olympischen Spielen. Sie überholte die beiden russische Langläuferin Ljubow Jegorowa (6/3/0) und die sowjetische Eisschnelläuferin Lidija Skoblikowa (6/0/0).

Ein ausgezeichnetes Rennen zeigte Seraina Boner, die einzige Schweizer Starterin über 30 km. Die Davoser Langdistanz-Spezialistin hielt sich stets in der grossen Verfolgergruppe und zeigte sich nach 18 km erstmals an deren Spitze. Sie schien auf gutem Weg, sich überraschend ein zweites Olympia-Diplom nach jenem aus dem Teamsprint (7. Platz zusammen mit Bettina Gruber) zu sichern. Am Ende musste sie sich im Endspurt aber mehreren Konkurrentinnen geschlagen geben und verpasste den 8. Rang um drei Sekunden. Der 9. Platz kann für Boner, die nur noch selten Weltcup-Rennen bestreitet und sich bei letzter Gelegenheit die Olympia-Qualifikation gesichert hatte, dennoch als Achtungserfolg gewertet werden.

(Si)

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