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NSU: Polizei versagte

Zehn Morde, fünfzehn Raubüberfälle und zwei Bombenanschläge gehen auf das Konto der rechtsextremen NSU. Die Mordserie hätte offenbar verhindert werden können.

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss des Landtags Thüringen zieht verheerende Schlüsse zur Arbeit der Ermittlungsbehörden im Fall der rechtsextremen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU): Die schrecklichen Gewalttaten hätten gemäss dem Bericht verhindert werden können. Da die Ermittlungsbehörden aber gravierende Fehler machten, hatten das Terrortrio und seine Helfer freie Hand. Bei der Präsentation der Ergebnisse erklärte die Vorsitzende des Untersuchungsausschusses, Dorothea Marx, die Fehler der Ermittler hätten ein erschreckendes Ausmass gehabt. Es liege der «Verdacht gezielter Sabotage oder des bewussten Hintertreibens des Auffindens der Flüchtigen» vor. Der Ausschuss wirft den Verfassungsschutzämtern ausserdem die «mittelbare Unterstützung» und «Begünstigung» rechtsextremer Strukturen vor. Der NSU soll zehn Morde, fünfzehn Raubüberfälle und zwei Bombenanschläge verübt haben. Die Gruppe bestand laut Bundesanwaltschaft nur aus Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe, die 1998 untertauchten. Zschäpe stellte sich 2011, nachdem Mundlos und Böhnhardt tot aufgefunden worden waren. Die Polizei hatte all die Jahre falsche Fährten verfolgt.

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