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Nummer 1 oder Nummer 3

LONDON. Roger Federer trifft in den Halbfinals der ATP-Finals am Sonntag entweder auf Andy Murray oder Novak Djokovic – je nach Ausgang der Partie gegen Juan Martin Del Potro.

Roger Federer war der Erste, der sich für die Halbfinals qualifizierte, wer aber sein Gegner sein wird, das wird er erst heute Abend wissen. Sicher ist für den Schweizer: Die Nummer 1 der andern Gruppe (und der Welt) ist Novak Djokovic, die Nummer 2 heisst Andy Murray (Nummer 3 der Welt). Bleibt Federer die Nummer 1 seiner Poule, spielt er gegen Murray. Um Gruppensieger zu werden, benötigt er einen Sieg gegen Juan Martin Del Potro. Auch bei einer Niederlage könnte der Schweizer auf Platz 1 bleiben, aber nur, wenn er einen Satz gewinnt und am Abend David Ferrer seiner Favoritenrolle gegen Janko Tipsarevic gerecht wird.

Zu viele Gedanken über mögliche Konstellationen macht sich der Schweizer allerdings nicht. «Ich will das Momentum, das ich indoor wieder habe, ausnützen und aufrechterhalten.» In der O2-Arena ist der sechsfache Masters-Sieger seit mittlerweile zwölf Spielen ungeschlagen.

Gegen keinen anderen Gegner hat Federer 2012 so oft gespielt wie gegen Del Potro, der sich mit einem Sieg gegen Federer den Halbfinalplatz sichern kann. Während der Schweizer die ersten sechs Begegnungen in diesem Jahr gegen seinen Bezwinger im US-Open-Final von 2009 gewonnen hatte, verlor er das letzte Aufeinandertreffen der beiden vor zwei Wochen im Final von Basel. «Ich will nicht mit einer Niederlage in die Halbfinals gehen, ich will Del Potro schlagen. Das könnte auch im Hinblick auf 2013 nützlich sein», sagte Federer. Zudem gehe es auch um viele Punkte für das Ranking.

Novak Djokovic war gestern Nachmittag im elften Duell mit Berdych (6:2, 7:6) eine knappe Stunde lang der klar bessere Spieler. Nach dem Gewinn des ersten Satzes lag der Weltranglisten-Erste auch zu Beginn des zweiten Durchgangs mit einem Break in Führung, ehe es Berdych nach dem Rebreak zum 2:2 gelang, die Partie ausgeglichen zu gestalten. Im Tiebreak boten sich dem Tschechen mehrere Chancen zum Satzausgleich. Er führte 5:1 und vergab beim Stand von 6:3 drei Satzbälle, ehe Djokovic fünf Punkte in Serie gelangen. Nach gut eineinhalb Stunden beendete der Serbe das Spiel. Er habe in dieser Phase einfach versucht, um jeden Punkt zu kämpfen. «Manchmal klappt es, manchmal nicht», sagte Djokovic.

Der elfte Sieg gegen Berdych war für den Serben der 73. in dieser Saison, womit er in dieser Statistik mit David Ferrer gleichzog. Damit sicherte sich Djokovic weitere 130 000 Dollar sowie 200 zusätzliche ATP-Punkte. Erstmals überhaupt überstand er die Vorrunde ohne Niederlage. Für die Weltnummer 1 ist es bei der sechsten Teilnahme in Folge am Saisonfinale die dritte Halbfinal-Qualifikation. 2008 hatte der 25-Jährige das Turnier in Schanghai gewonnen. (si)

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