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Nur ein Wunder kann Tössfeld noch retten

EFFRETIKON. Das Zweitliga-Schlusslicht Tössfeld verlor die Nachtragspartie in Effretikon 0:2. Beide Treffer fielen in der Nachspielzeit.

Tössfelds Fussballer feierten am 2. September 2012 ihren ersten, bislang aber auch einzigen Meisterschaftssieg (3:2 gegen Schaffhausen 2). Seither verliert der Aufsteiger nur noch. Trainerwechsel waren die Folge. Neu wird Tössfeld für die zweite Saisonhälfte durch Samir Besic betreut, der früher beim FC Töss Assistenztrainer war.

Das Duell Not gegen Elend brachte papiermässig keine Überraschung. Tössfeld blieb im 13. Spiel in Folge ohne Punkte. Mathematisch ist der Klassenerhalt noch im Bereich des Möglichen, auch wenn mit der neuerlichen Niederlage die Realität immer düsterer wird. Für die Effretiker selbst war es ein sogenanntes «Sechs-Punkte-Spiel», wie auch Trainer Marcel Erismann vor Anpfiff klar unterstrich.

Tössfeld spielte seine Rolle als krasser Aussenseiter in Effretikon über weite Strecken hervorragend und agierte frisch von der Leber weg. Das wollten eigentlich die Effretiker, doch denen missglückte über weite Strecken vieles bis praktisch alles. «Wir merkten, dass für beide Vereine heute sehr viel auf dem Spiel stand», so Erismann.

Tössfeld hatte bereits im ersten Durchgang ein Chancenplus und deutlich mehr Ballbesitz als die Oberländer. Effretikon fand den Rhythmus auch nach dem Seitenwechsel nicht. Erst nach einer Stunde Spielzeit traten die Platzherren etwas offensiver auf und kamen zu Chancen. Als zahlreiche Zuschauer den Sportplatz bereits enttäuscht und vorzeitig verlassen hatten und die noch verbliebenen mit einem torlosen Remis rechneten, fielen in der Nachspielzeit noch zwei Treffer. Erst zirkelte Gary Geber den Ball aus dem Gewühl vor Urbano heraus in die Maschen (91.), dann traf Edeljoker Gaouaoua mit einem Bogenschuss zum schmeichelhaften 2:0 (92.).

«Meine Mannschaft tut mir leid. Wir hätten heute wenn nicht gar den Sieg, doch zumindest den einen Punkt mehr als nur verdient, auch wenn dieser unsere prekäre Lage auch nicht sehr verbessern könnte», so Samir Besic. «Wir waren heute das klar bessere Team, haben aber die Tore nicht gemacht.» «Stimmt», konnte Erismann beipflichten, «der Sieg ist heute glücklich ausgefallen, doch morgen fragt schon niemand mehr danach, wie wir die drei wichtigen Zähler gewonnen haben.» (hmi)

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