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Nur noch ein Industriebetrieb in den Top 5

Die «Arbeiterstadt» Winterthur ist Geschichte. Von den zehn grössten Firmen produzieren nur vier. Grösster Aufsteiger ist die Hochschule ZHAW.

Im letzten Jahrhundert war Winterthur noch eine echte Büezer­stadt. Zeitweise stellte die Maschinenindustrie 60 Prozent aller Arbeitsplätze. Noch in den Siebzigerjahren waren es allein bei Sulzer weit über 10 000, ein Viertel aller Stellen stadtweit. Heute ist der Russ aus dem Winterthurer Stadtbild verschwunden. Zwar gehören Industriebetriebe noch immer zu den grössten Arbeitgebern der Stadt. Doch die grössten vier Arbeit­geber Winterthurs sind allesamt in Branchen, wo man im Hemd, nicht im Übergwändli arbeitet. Grösste Arbeitgeberin ist die Stadt Winterthur, gefolgt von der Axa. Der Versicherungskonzern ist damit der grösste private Arbeitgeber. Auf den Rängen 3 und 4 folgen mit dem Kantonsspital und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften wieder zwei öffentliche Institutionen. Die ZHAW legte in den letzten fünf Jahren gleich um über 500 Stellen zu – Rekord. Sulzer von Töchtern überholt Immer nur abwärts ging es dagegen mit der einstigen Nummer eins, Sulzer. Der aufs Pumpen- und Chemiegeschäft eingedampfte Rest des Industrieriesen ist am Stammsitz Winterthur kurz davor, aus den «Top Ten» zu fallen. Bereits zogen zwei abgespaltene Sulzer-Sparten vorbei: Zimmer (Medizinaltechnik) und Burckhardt (Kompressoren). Wärtsilä (Schiffsmotoren) ist nach Stellenabbau und Abspaltung von Winterthur Gas & Diesel unter «Ferner liefen». Zweitgrösster Industriebetrieb bleibt Rieter, deren 2011 abgespaltete Autotextil­sparte Autoneum sie umsatzmässig übertrumpft. Haarscharf nicht gelistet ist der stetig gewachsene Sensorenhersteller Kistler (540). Verdrängt hat ihn die Krankenkasse Swica, welche vor allem durch die Integration von Provita und den Umzug von Santé 24 nach Winterthur wuchs. Ein wichtiger Arbeitgeber ist der Detailhandel. Die Fenaco-Gruppe, zu der Volg und Landi gehören, zählt in Winterthur über 900 Stellen. Links aufgeführt sind nur Firmen mit Sitz in Winterthur. Rein von der Stellenzahl her, würden es wohl auch Migros und Coop mit ihren Tochterfirmen unter Winterthurs zehn grösste Arbeitgeber schaffen.

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