Zum Hauptinhalt springen

Nur wenige Gemeinden setzen auf Facebook und Co.

Die Gemeinden in der Region um Winterthur machen sich die sozialen Netzwerke noch kaum zunutze. Ausnahmen sind Illnau- Effretikon und Seuzach: Für sie zählt die rasche Kommunikation.

«Brille in Wisi in Nähe Bahnhof gefunden.» Und: «Wir haben fusioniert!» Die Einträge auf der Facebook-Seite zur Gemeinde Wiesendangen reichen von simplen Fotos über eine Vermisstmeldung für eine Katze bis hin zu politischen Neuigkeiten. Nur: Sie stammen nicht von der Gemeinde selbst, sondern von Yannick Signer. Der heute 18-jährige Applikationsentwickler-Lehrling hat sie im August 2009 ins Leben gerufen. Damals besuchte er noch die Oberstufe in Wiesendangen. «Zu jener Zeit hat Facebook regelrecht geboomt», erzählt er. «Alle hatten eine Facebook-Seite, nur Wiesendangen nicht.» Also beschloss er zusammen mit einem Kollegen, das zu ändern. Mittlerweile zählt die Seite 585 «Likes», was so viel heisst wie: Fast 600 Nutzer finden die Seite gut und haben deshalb den «Gefällt mir»-Button angeklickt. Dass die Seite wirklich ankommt, beweisen die zahlreichen Reaktionen von «Fans» auf die «Posts» beziehungsweise Einträge, die Signer hinterlässt. In den Hintergrund getreten Auf die Seite angesprochen, gesteht Gemeindeschreiber Hans-Peter Höhener, dass das Thema Social Media angesichts der eben erfolgten Gemeindefusion mit Bertschikon in den Hintergrund getreten sei. «Wir wollen uns dem jedoch nicht verschliessen.» Es könne gut sein, dass sie es nächstes Jahr anpackten. So wie Wiesendangen halten es viele Gemeinden in der Region um Winterthur. Sie ziehen es vor, die bestehende Internetseite zu pflegen und – wo noch nicht erfolgt – «handytauglich» zu machen. Etwa in Henggart, wo in den nächsten Monaten eine neue Darstellung eingeführt werden soll, damit diese auf dem Handy angenehmer zu konsultieren ist, wie Gemeindeschreiberin Sandra Kern verrät. In Feuerthalen habe man sich schon überlegt, eine Facebook-Seite zu machen, sagt Gemeindeschreiber Markus Strobl. «Doch wir sind bei den Überlegungen stehen geblieben.» Derzeit bestehe einfach auch kein Bedürfnis. In Bassersdorf führen Feuerwehr und Polizei je eine eigene Seite. Die Gemeinde selbst ist aber nicht präsent. «Wir informieren uns laufend», sagt Reto Rudolf, stellvertretender Verwaltungsdirektor. Das Bewirtschaften der Seiten sei immer auch mit dem Verbrauch von Ressourcen verbunden. Dem kann die Webbeauftragte von Illnau-Effretikon, Brigitte Känzig, nicht beipflichten. Sie wendet lediglich etwa 15 Minuten pro Woche auf, um die städtische Facebook-Seite auf dem neusten Stand zu halten. Illnau-Effretikon ist hier führend. Die Stadt besitzt zudem einen Twitter-Account. «Auch wenn wir noch etwas aktiver sein dürften», gesteht Känzig. Der letzte Tweet datiert vom 28. August. Stadtrat und Verwaltung seien aber von den zusätzlichen Kommunikationskanälen überzeugt. «Wir behalten sie auf jeden Fall bei.» Infokanal für das Fest Auch Seuzach geht mit gutem Beispiel voran. Seit Mai gibt es die «Seuzi App». Ziel sei es gewesen, im Hinblick auf die 750-Jahr-Feierlichkeiten und den vielen Anlässen einen Informationskanal zur Verfügung zu haben, sagt Gemeindepräsident Jürg Spiller. Der Gemeinderat hat für die Entwicklung der App 18 000 Franken bewilligt. «Wir haben von Nutzern positive Rückmeldungen erhalten», sagt er. Eine Facebook-Seite sei noch keine geplant. Sie würden sich aber regelmässig damit befassen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch