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Nur zwei Punkte im taktischen Duell

Die Kloten Flyers fanden zum Erfolg zurück, das 3:2 nach Penaltyschiessen in der Halle der Lakers kam in einem «eigenartigen» Match zustande.

Die Zuschauer hatten nicht ihre ganz grosse Freude. Denn wer in Erwartung eines Eishockey-Spektakels nach Rapperswil gereist war, der wurde enttäuscht. Rapperswil-Jona Lakers gegen Kloten Flyers, das Duell der zwei Trainerfreunde Anders Eldebrink und Felix Hollenstein, wurde zu einem Fight in ganz engem taktischen Rahmen. Zwei Punkte gingen beim 3:2 (2:1, 0:0, 0:1, 0:0) nach Penaltyschiessen an die Flyers, die sich damit auf dem zweiten Platz der Tabelle hielten, Davos als Nummer 1 liegt nun sieben Punkte voraus. Es war in Rapperswil erstaunlicherweise nicht der Schwede, der seine Mannschaft dsizipliniert defensiv spielen liess, sondern Felix Hollenstein, der als Spieler selber lieber den Weg nach vorne gesucht als Vorsicht hatte walten lassen. Die Kloten Flyers traten, nach zwei Niederlagen in Folge, äusserst «zurückhaltend» auf. Sie spielten nicht ihr Laufspiel, sie versuchten, die Räume in der Mittelzone eng zu machen. «Wir haben sie zermürbt», sagte Hollenstein. Zwischendurch habe er richtig Freude daran gehabt, wie sein Team den Gegner nicht in Schwung hat kommen lassen, aber er musste ich auch ärgern. «Der einzige Fehler war, dass wir nach 40 Minuten nicht deutlicher als 2:1 führten. Man darf diesen Lakers keinen Raum geben, wenn wir die Offensive forciert hätten, hätten sie den einen oder andern Konter gegen uns gefahren.» Gerber als Unterschied Lakers-Coach Anders Eldebrink zeigte sich «überrascht, dass Kloten so defensiv auftrat, ich hätte erwartet, dass sie, mit ihren Spielern, mehr versuchen würden.» So stand am Ende vom Schussverhältnis her ein fast ausgeglichener Match (31:32 für die Lakers), und wieder Mal machte im Penaltyschiessen der Goalie den Unterschied aus. Schon im Halbfinal des Saisonvorbereitungsturniers in Küsnacht hatten die Lakers gegen Kloten im Penaltyschiessen verloren. Gestern kassierten sie die zweite Niederlage in dieser Disziplin. Kein Lakers-Spieler traf, «und schon in Küsnacht haben wir Gerber nicht bezwingen können.» Für die Klotener setzte Peter Mueller den entscheidenden Puck als erster Schütze ins Netz, in der gleichen Ecke wie am Sonntag vor einer Woche gegen die ZSC Lions. Des Amerikaners «Vorliebe» hatten die Lakers gekannt, David Aebischer aber konnte ihn nicht stoppen. Der zuletzt stark kritisierte Goalie sah im ersten Drittel beim 0:1 durch Yannick Herren nicht gerade gut aus, gegen das 1:2 von Philippe Schelling, der als Verteidiger wieder erfolgreich stürmte, war er machtlos. Nachher aber, als die Flyers die eine oder andere Chance zur vorzeitigen Entscheidung hatten, war Aebischer gut (gegen Stancescu, Mueller und Bieber). Klotens Goalie Martin Gerber war der «Held» am Ende, er war auch stark im Spiel – aber er kassierte wegen einer Unaufmerksamkeit nach 53 Minuten das 2:2. Doch in der 57. Minute verhinderte er mit einer Glanzparade den scheinbar sicheren Siegtreffer der Lakers, den Sven Berger auf dem Stock hatte. Högger für 30 Minuten Was die Kreativität betreffe, könne sein Team nicht besser spielen, befand Eldebrink. Mit der Verlängerung holte sein Team immerhin wieder einen Punkt, nachdem es zuvor vier Spiele in Folge ohne einen Zähler verloren hatte. Was es auf Klotener Seite noch zu vermerken gab in einem Spiel, in dem nach 40:28 die erste Strafe ausgesprochen wurde, war das NLA-Debüt des Wiesendangers Fabio Högger. Der 18-Jährige trat als Flügel neben Michael Liniger und Victor Stancescu auf. Bis ungefähr Spielmitte, danach wurde er durch Janick Steinmann ersetzt, der Doppeleinsätze leistete. Högger kam auf den einen oder andern Torschuss, er wirkte aber noch ein bisschen gehemmt. Aber er wird gestern zum ersten Mal in einem taktisch dermassen engen Korsett gespielt haben.

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