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Oben und unten

winterthur. Die einen verpassen wohl die Finalrunde, die anderen steuern auf den Aufstieg zu: die Erstliga-Basketballerinnen aus Seuzach-Stammheim und aus Winterthur.

Hatte der Trainer von Seuzach-Stammheim eine Vorahnung? Letzte Saison in der 1. Liga regional im 5. Rang klassiert, wollte Christian Brunner seine Basketballerinnen auf Platz 4 führen. Doch nun läuft das Team Gefahr, die Finalrunde zu verpassen. Sechs Spiele, nur zwei Siege: Das ist zu wenig, um in Gruppe A einen der ersten drei Plätze zu belegen. Gelingen Seuzach-Stammheim in den verbleibenden vier Partien nicht vier Erfolge, wird es im neuen Jahr gegen den Abstieg spielen müssen.

«Wir haben einige verletzte Spielerinnen», ortet Trainer Brunner das Pro­blem. So hat sich Playmakerin Regula Clivio einen Finger gebrochen. «Und die Spielerin, die sie ersetzen könnte, war zwei Wochen in den Ferien.» Dies ausgerechnet in einer Phase mit vielen Partien. Am Mittwoch gab Clivio nach fünf Wochen Pause ihr Comeback und musste im Derby in Winterthur als Spielertrainerin einspringen. Denn nun fällt Christian Brunner selbst aus: mit einer Leistenzerrung, gerissenen Adduktoren und einer angerissenen Sehne.

Enttäuschend, weil inkonstant

Prompt verloren die Seuzach-Stammheimerinnen ein weiteres Mal. Das Ergebnis «ist enttäuschend, weil wir zur Hälfte nur einen Punkt zurücklagen», sagt Flügelspielerin Linda Lenzlinger. «Aber wir haben im dritten Viertel immer einen Einbruch. Wir spielen zu inkonstant.» Winterthur siegte 47:32. Sogar gegen den Tabellenletzten Kloten setzte es eine Niederlage ab. Dabei könne das Team auch mit den Besten mithalten, findet Lenzlinger. Aber eben nicht 40 Minuten lang.

Dagegen haben die Aufsteigerinnen aus Winterthur vier von fünf Spiele gewonnen. Und das, obwohl Joyce Nobles (Auslandaufenthalt) und Sabrina Steiner (Wohnortswechsel) fehlen. «Von den besten drei Spielerinnen sind das zwei», sagt Trainer Daniel Rasljic. Trotzdem hat sein Team nach dem Sieg über Seuzach-Stammheim die Finalrundenqualifikation fast auf sicher. «Wir haben eine Vorentscheidung hinter uns», freut sich Spielerin und Klubpräsidentin Sandra Hofstetter. Es laufe, «wie wir es erhofft haben». Denn das Saisonziel heisst: Zum dritten Mal in drei Jahren aufsteigen.

Der athletische Rhythmus

Der nochmalige Aufstieg im kommenden Frühling, dann in die Nationalliga B, wäre «sehr wichtig für den Standort Winterthur», erklärt die frühere NLA-Spielerin. Weil es aus der NLB gewöhnlich keine Absteiger gibt. «In der Nationalliga B bekommt man Zeit. Da könnten wir alle jungen Talente einsetzen und trainieren und fördern und fordern», so Hofstetter. Von denen gebe es derzeit «ein paar». Zudem sei die Nationalliga B eine kompetitive Liga, also auch für die jungen Basketballerinnen eine Herausforderung, die bereits jetzt in der ersten Mannschaft spielten.

Gegenwärtig spielt die ambitionierte Equipe aus Winterthur aber nicht im Optimum. Gerne würde Rasljic seine Basketballerinnen einmal im Ernstkampf das generieren sehen, was ihnen im Training manchmal gelingt: auf dem Feld etwas entstehen zu lassen, Basketball in einem «athletischen Rhythmus» spielen, wie er es nennt. «Aber die Spielerinnen haben sich verbessert», attestiert ihnen Rasljic auch so. «Und sie wissen nun, worum es geht: auf das nächsthöhere Level zu kommen.»

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