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Offen für Zusammenarbeit mit Ellikon

Die Kirchenpflege Altikon-Thalheim ist offen für Gespräche über eine Zusammenarbeit mit Ellikon an der Thur. Beide Kirchgemeinden müssten einen Pfarrer suchen.

Am Montagabend hat die Reformierte Kirchgemeinde Altikon-Thalheim nicht nur vor der Politischen Gemeinde getagt. Sie hat sich auch über mögliche Veränderungen in der Zukunft informieren lassen. «Da unser Pfarrer nächstes Jahr seinen vorzeitigen Altersrücktritt nimmt, wollten wir eine Pfarrwahlkommission bilden. Doch da ist eine Anfrage unserer Nachbargemeinde Ellikon eingetroffen», sagte Kirchenpflegepräsident Conrad Schneider. Denn in Ellikon ist ebenfalls die Pfarrstelle vakant. Sollen die beiden Kirchgemeinden künftig eine Kooperation oder eine Pfarrunion bilden? Der kantonale Kirchenrat hat die Prüfung dieser Idee angeregt. Altikon-Thalheim besitzt eine Pfarrstelle zu 100 Prozent, Ellikon zu 70 Prozent. «Die Tendenz ist sinkend», stellte Schneider fest. «Wir gehen offen in die Gespräche, klären jedoch erst die Positionen.» Schneider betonte, dass man noch weit weg von einer Beschlussfassung sei. Eine Pfarrunion ist im Thurtal nichts Neues. Während voller 362 Jahre führten Altikon und Thalheim eine solche, bis sich 2010 die Kirchgemeinden zusammenschlossen. Ein älterer Votant meint: «Die Zeit steht nicht still. Für neue Formen muss man offen sein. Unsere zwei Dörfer im Tal passen zu- einander.» Rechnungen bleiben im Minus Die Kirchgemeinde schliesst ihre Jahresrechnung 2011 mit einem Ausgabenüberschuss von 25 000 Franken ab. Dieser ist damit fast doppelt so hoch wie budgetiert. Verschiedene Posten weisen leichte Mehraufwendungen auf. Gutsverwalterin Sandra Reinli: «Die grosse Differenz liegt beim Finanzausgleich. Aufgrund der guten Vorjahre hat uns der Kirchenrat 40 000 Franken gestrichen. Glücklicherweise gingen auf der anderen Seite auch 33 700 Franken mehr Steuern als erwartet ein.» Auch die Politische Gemeinde schliesst mit roten Zahlen ab. Mit 83 000 Franken fällt der Rückschlag jedoch um rund 40 000 Franken geringer als erwartet aus. Auch hier verweist Gemeindeschreiber und Finanzsekretär Peter Kägi auf reduzierte Steuerkraftausgleichsbeträge und höhere Steuereinnahmen. Die Investitionen betragen 59 700 Franken. Da Beiträge und Anschlussgebühren bei den Werken höher ausfallen, schliesst die Investitionsrechnung netto für einmal mit einem Einnahmenüberschuss von 24 400 Franken ab. Das Eigenkapital beläuft sich neu auf 3,59 Millionen Franken. Keine Fusionitis Auf eine Schriftliche Anfrage hin erklärt Gemeindepräsident Jörg Schönenberger vor den 38 Stimmberechtigten, dass der neue Finanzausgleich da und dort Gedanken an Gemeindefusionen wecke. «Altikon hat jedoch nie Steuerfussausgleichsbeiträge bezogen, sondern Steuerkraftausgleichszahlungen erhalten. In anderer Form bleiben diese bestehen. Wir lassen uns bei jedem Rechnungsabschluss beraten.» Zu den weiteren Punkten erklärt Schönenberger, dass der Gemeinderat entgegen der Ansicht des Fragestellers überzeugt ist, dass sich genügend qualifizierte Leute für die Behörden finden lassen. Die Schülerzahlen seien wohl gegenwärtig tief. Aber die Nachbargemeinden hätten auch genügend Schulraum, sodass sich kein Zusammengehen aufdränge. Schönenberger: «Wir beobachten, führen jedoch keine konkreten Gespräche. Ohne Einbezug der Gemeindeversammlung kommen solche auch gar nicht in Frage.» (rfr)

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