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Oh Johnny!

Johnny Depp ist ein Genie des Schauspiels. So siehts jedenfalls das Kino Nische und zeigt eine kleine Hommage.

Seine Geschichte berührt – gerade weil er es nicht kann. Mit «Edward Scissorhands» (1990) von Tim Burton beginnt im Kino Nische die kleine Reihe von Filmen mit Johnny Depp, er spielt hier zu Anfang dieser Hommage den Edward, die Figur mit den Scherenhänden – der Schöpfer hat es so gewollt (notabene: Schöpfer von Figuren wie Tim Burton können auch manchmal sehr komisch sein). Jedenfalls: Edward frisiert im Lauf der Geschichte mit seinen Scherenhänden Pudel, Büsche, Damen – auch seine Geschichte. Und dafür muss man ihn nur lieben. «Jeder kennt Johnny, doch kennen wir ihn alle auf die gleiche Weise?», fragt sich das Kino Nische. Und versucht sich im Märzprogramm gleich an einer Antwort: «Ob als skurrile Märchenfigur, Nicht-08/15-Western-Ikone, liebenswerter Forscher oder crazy Drogenjunkie: Johnny Depp verkörpert seine Figuren mit einer solchen Intensität, dass man ihm alles abnimmt. Er zeigt uns, wie vielfältig, sexy, intensiv und schräg die Welt sein kann.» Sagt das Kino Nische. Und deshalb lieben Johnny Depp auch so viele. Winona Ryder hat ihn geliebt. Kate Moss hat ihn geliebt. Vanessa Paradis natürlich auch. Da sind wir aber schon in der Gala-Kategorie von Kino angelangt. Stichworte zu diesem Johnny Depp: dreimal zum Sexiest Man alive gewählt. Dreimal für einen Oscar nominiert. Besitzer eines Weinguts (von der Bekanntschaft mit Winona Ryder blieb mit der Zeit eben nur: «Wino for- ever». Einer der reichsten Charakterdarsteller Hollywoods. Ex-Freund von Johnny Cash, Marlon Brando, Hunter S. Thomson (ex, weil diese Freunde nicht mehr so alive sind). Also Schnitt und zurück zum richtigen Leben: Es sind natürlich die Filme, die den Mann zu dem gemacht haben, was er ist: Märchenfigur, Ikone, Forscher in ganz verschiedenen Welten und Zeiten. Der grösste Pirat aller Gezeiten «Don Juan De Marco», wo Johnny Depp den grössten Liebhaber der Welt spielte, gehört aber nicht zu den Werken, mit denen das Kino Nische den amerikanischen Schauspieler als solchen präsentiert – und natürlich auch nicht «Fluch der Karibik» eins, zwei, drei, vier, wo er der grösste Pirat aller Gezeiten ist. Wir hätten auch gerne wieder einmal «Arizona Dream» gesehen. Dort lernen die Träume mit Johnny Depp das Fliegen. Es geht aber auch im Fall dieses Schauspielers alles ein bisschen kleiner. Denn Johnny Depp, so hat er es selber (zu Wikipedia) gesagt, setzt seine Figuren stets aus drei Anteilen zusammen: «Ein Drittel Lee Strasbergs Me- thod Acting, ein Drittel Wesenszüge von real existierenden Personen seiner Bekanntschaft und ein Drittel eigens ergänzte Marotten». Und da muss man ein paar Abstriche machen. Diese Chemie führt exakt zur Auswahl des Kinos Nische. Aber auch so ist die Welt immer noch genug sexy. Also: Johnny Depp forever. www.kinonische.ch

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