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Ohne Strategie will er nicht führen

Max Rütimann tritt konkurrenzlos für eine weitere Amtsperiode als Gemeinde­präsident von Pfungen an.

Max Rütimann ist seit letztem Jahr Gemeindepräsident von Pfungen. Seit 2010 sitzt er für die SVP im Gemeinderat, wo er zunächst das Ressort Liegenschaften unter sich hatte. «Einer spannenden Gemeinde mit spannendem Entwicklungspotenzial vorzustehen», gefällt dem 60-Jährigen. «Das Gemeindepräsidium ist im Vergleich zum Gemeinderatsamt mehr strategischer Natur», sagt Rütimann. Seit er den Gemeinderat präsidiert, legt er Wert darauf, dass dieser mit einem Strategiepapier arbeitet. Eine wichtige Priorität darin ist der Masterplan für das Bahnhofareal. Mit diesem übergeordneten Plan, der eine Überarbeitung der Zonenordnung nach sich zieht, soll in Pfungen wieder ein Dorfzentrum geschaffen werden. Er soll in der nächsten Amtsperiode etappenweise umgesetzt werden. Rütimann hofft unter anderem, dass sich im neuen Dorfzentrum wieder Geschäfte ansiedeln werden. Er ist sich bewusst, dass man im Dorf den Auszug der Coop-Filiale noch nicht verschmerzt hat. «Wir konnten es nicht verhindern, als Gemeinde können wir nichts an den Mietzins zahlen.» Die Folgen des Wachstums Rütimann, der 2013 den Stab von seinem Vorgänger Heinz Kühne übernahm, fällt es weiterhin zu, die Folgen des grossen Wachstums abzufedern. Dass nun aber die wichtigste Infrastrukturanpassung, die neue Schulanlage für elf Millionen Franken, auf gutem Weg ist, erfüllt ihn mit Stolz. «Beim Stimmbürger Akzeptanz für dieses grosse Projekt zu erhalten, war eine Leistung.» Die guten Jahre des Landverkaufs und der Grundstückgewinnsteuern neigen sich dem Ende zu. «Jetzt gilt es, den Spagat zwischen Wachstumsfolgen und finanziell knapperen Mitteln zu bewältigen.» Der grösste Misserfolg, den Rütimann als Gemeindepräsident bis jetzt einstecken musste, war das Nein zur Auslagerung des Forstes. «Ich kann mit dem Ergebnis aber gut leben», versichert er. «Unsere Aufgabe war es, dem Volk diese Frage sauber vorzulegen.» Mit Ausnahme der nicht optimalen Kommunikation würde er es wieder so machen, sagt der Pfungemer. Daran erkenne man allenfalls seine SVP-Zugehörigkeit. «Die SVP scheut sich auch nicht, sensible Themen aufs Tapet zu bringen, wenn ich auch nicht immer mit der Art einverstanden bin.» Dass seine Gemeinde als Lastwagendorf bezeichnet wird, stört ihn nicht. «Die Angebote für den Landverkauf, die der vormalige Finanzvorstand erhielt, hätte zu jenem Zeitpunkt wohl niemand ausgeschlagen.» Abgesehen davon liegt ihm aber auch die Grundversorgung in Pfungen am Herzen, unter anderem auch die ärztliche. «Dar­um haben wir die finanziellen Mittel für die Ausarbeitung des Projekts Gemeinschaftspraxis in der Ofenhalle bereitgestellt.»

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