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Olympische Spiele vom Tisch

2022 wird es im Bündnerland definitiv keine Olympischen Spiele geben. Anders könnte die Situation 2026 oder 2030 aussehen.

Eine aufgewärmte Kandidatur zur Durchführung der Olympischen Winterspiele 2022 im Kanton Graubünden hat definitiv keine Chance. Die Idee des Bündner Gewerbeverbandes ist nicht in die politischen Kanäle geflossen. Das Bündner Stimmvolk lehnte eine Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2022 im März letzten Jahres mit fast 53 Prozent ab. Anfang Oktober überraschte der Bündner Gewerbeverband die Öffentlichkeit mit der Idee, die Kandidatur für die Spiele neu zu lancieren. Aufgenommen worden ist die Idee von der Politik nicht. Eine Kandidatur für 2022 sei vom Tisch, sagte Gewerbeverbandsdirektor Jürg Michel gestern auf Anfrage. An einer Sitzung am Montagabend mit der Wirtschaftsgruppe des Kantonsparlaments habe sich gezeigt, dass eine Kandidatur für die Winterspiele 2026 und 2030 eine Option sei, die geprüft werden müsse. Ein «klassischer Rohrkrepierer» sei die Neulancierung vielleicht für den Zeitpunkt 2022 gewesen, sagte Michel auf eine entsprechende Frage der Nachrichtenagentur SDA. Von der Idee her, eine Region wirtschaftlich zu beleben, seien Winterspiele dagegen kein Rohrkrepierer. Umstritten war die Neulancierung der Kandidatur selbst innerhalb des Gewerbes. Andreas Wieland, Chef der Medizinaltechnikfirma Hamilton in Bonaduz, trat aus Verärgerung aus dem Vorstand des Arbeitgeberverbandes aus. Mehrere Verbandsmitglieder wollten «keine toten Pferde» reiten, schrieb Wieland.

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