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Parkplätze blockieren Grossprojekt

Ein Stolperstein unterwegs zum sanierten Alterszentrum im Geeren: Der Gemeinderat Seuzach fordert mehr Parkplätze und vertagt die geplante Abstimmung über den Gestaltungsplan.

Am 8. Dezember hätte er auf den Tisch kommen sollen: der Gestaltungsplan zur Sanierung und Erweiterung des Alterszentrums im Geeren (AZiG). Das Traktandum zum rund 45 Millionen schweren Neu- und Umbau wurde aus der Liste der kommenden Gemeindeversammlung gestrichen und auf die nächste am 2. Februar vertagt. Grund: die Parkplätze. Weil die Si­tua­tion trotz Überarbeitungen gemäss dem jüngsten Verhandlungsbericht des Gemeinderats noch immer nicht befriedigend ist, soll die Abstimmung über den Gestaltungsplan hinausgezögert werden, damit neue Lösungsansätze erarbeitet werden können. Am 4. Dezember wird der Gemeinderat erneut tagen, um den gesamten Gestaltungsplan festzulegen. Katharina Weibel, Vizepräsidentin und zuständig für Ressort Bau, ist zuversichtlich: «Wir sind unzufrieden mit den Parkplätzen, nicht mit dem Projekt an sich», sagt sie. Gesucht: 103 Parkplätze Für Urs Müller, Geschäftsführer des Alterszentrums im Geeren, kommt die Entscheidung überraschend. «Gestalterisch eine schöne Lösung zu finden, wird schwierig werden», sagt er. Nach den vorbereitenden Gesprächen waren rund 60 Parkplätze geplant. Am 15. Oktober hat die Baukommission dar­über informiert, dass 83 Parkplätze und ein Mobilitätskonzept nötig seien. Bereits diese Anforderung hat sich als schwierig erwiesen, da unterirdisch nur auf einer Etage gebaut werden kann, um nicht dem Grundwasser in die Quere zu kommen. Die 83 Parkplätze mit Mobilitätskonzept hätten einem reduzierten Richtwert entsprochen. «Die Anzahl von Parkplätzen wählen wir nicht frei», erklärt Weibel. Die Zahl richtet sich nach Normen, die in der Bauordnung formuliert werden. Zur Nutzung der Parkplätze wurde ein Mobilitätskonzept ausgearbeitet, das etwa verschiedene Nutzungszeiten beinhaltete. «Dies war auch im Sinne der kantonalen Anforderungen», sagt Müller. Der Kanton hatte in seiner Vorbeurteilung eine Bewilligung in Aussicht gestellt – wegen der Feinstaubbelastung, die in Seuzach ein Thema ist, wurde ein Mobilitätskonzept begrüsst und dar­auf verwiesen, dass bei allen neuen Projekten in Seuzach die Hälfte des Mehrverkehrs mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu lösen ist. Müller: «Unter diesem Aspekt erstaunen uns die 103 Parkplätze umso mehr.» Der Gemeinderat indes hat nicht an die Umsetzung des Konzepts geglaubt, das auf verschiedene umliegende Bauten wie die Pünten oder die reformierte Kirche hätte zurückgreifen müssen. Der Vorschlag, der nun im Raum steht, sieht eine Ausweitung in Richtung Rösslipark vor. Damit der Gestaltungsplan am 2. Februar verabschiedet werden kann, müssen dieser und ergänzende Unterlagen angepasst werden. Ziel ist es, dass am 8. März 2015 alle zwölf beteiligten Gemeinden des Zweckverbands mittels Urnenabstimmung über den Projektierungskredit von 3,85 Millionen Franken abstimmen, basierend auf einem Kostendach von 45 Millionen Franken.

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