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Patriotische Beflaggung von Winterthurer Schulhäusern ist zu teuer

Bei allen Winterthurer Schulhäusern sollten drei Flaggen wehen, schlagen zwei CVP-Stadtparlamentarier vor: Eine Winterthurer, eine Zürcher und eine Schweizer Fahne. Der Stadtrat rechnet vor, dass eine solche Beflaggung zu teuer käme.

Integration sei ein wichtiges Ziel der Stadt Winterthur, schreiben die Parlamentarier in ihrer Interpellation. Dies müsse schon in der Schule anfangen, und dazu gehörten auch die passenden Fahnen. Sie fragen deshalb den Stadtrat an, ober er sich bereit erklären würde, an jeder städtischen Schule die Stadt-, Kantons- und Landesflagge zu hissen. In seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort winkt der Stadtrat ab: Zu teuer. Weil nur bei den älteren Schulhäusern bereits Fahnenstangen stünden, müssten alle neueren neu ausgerüstet werden. Dazu käme der Ersatz oder die Sanierung von maroden alten Masten. Für eine Beflaggung in Frage kämen laut Stadtrat 49 Schulanlagen. Nur bei 15 davon stehen schon Masten, bei 34 müsste man neue erstellen oder alte sanieren. Pro Mast sei mit Kosten von 3000 Franken zu rechnen: Die Fahne selbst wäre mit 100 Franken pro Stück noch das günstigste. Aber schon ein Mast "mit innenliegendem Hissseil und Verschluss" kostet um die 1000 Franken. Und dann sind da noch die Arbeiten: Aushub, Betonierung, Einbau der Masthalterung und dergleichen. Bei drei Fahnen pro Schulanlage kämen 9000 Fanken Kosten zusammen, total kämen Ausgaben von mehr als 300'000 Franken auf die Stadt zu. Angesichts der angespannten Finanzlage sehe sich der Stadtrat "nicht in der Lage, diese Zusatzinvestitionen aus der laufenden Rechnung zu finanzieren".

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