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Péter Nádas: Schenkung an das Kunsthaus Zug

zug. Der ungarische Schrift-steller und Künstler Péter Nádas schenkt dem Kunsthaus Zug ein fotografisches Œuvre, das 600 Bilder aus all seinen Schaffensperioden umfasst.

Zur Schenkung von Péter Nádas gehören Fotografien von den frühen 1960er-Jahren bis 2003. Zudem sollen nach dem Ableben des heute 70-jährigen Künstlers und seiner Frau Magda Salomon auch die Negative und die Bildrechte an das Kunsthaus übergehen. Das Kunsthaus Zug erwirbt gleichzeitig die sechsteilige Arbeit «Der Baum» (2001–2002), die aus 504 Polaroidbildern besteht. Das Werk steht in Zusammenhang mit dem Buch «Der eigene Tod» (2002). Bis gestern war im Kunsthaus Zug die Ausstellung «Péter Nádas – In der Dunkelkammer des Schreibens» zu sehen. Gezeigt wurden dabei rund 150 Fotografien, die der Schriftsteller und Künstler seit den 1950er-Jahren aufgenommen hatte, sowie Manuskripte, Archivmaterial und Tonbeispiele. Es dürfte diese auch international beachtete Ausstellung gewesen sein, die Nádas, der sich noch bis Ende November in Zug aufhält, zur Schenkung bewogen hat, sagte Kunsthaus-Direktor Matthias Haldemann. Ausserdem habe Nádas Nachlassfragen frühzeitig regeln wollen. Péter Nádas wurde am 14. Oktober 1942 in Budapest geboren. Von 1961 bis 1963 liess er sich zum Journalisten und Fotografen ausbilden. Im deutschen Sprachraum feierte der Ungar mit dem aus drei subtil miteinander verschränkten Erzählsträngen konstruierten «Buch der Erinnerung» (1991) den Durchbruch als Schriftsteller. Zuletzt hat er mit seinem mehrfach ausgezeichneten Buch «Parallelgeschichten» von sich reden gemacht. (sda)

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