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Pfadi bringt den Job zu Ende

Mit einem erkämpften 27:23 (10:10) beim HC Kriens-Luzern ist Pfadi in die Meisterschaft gestiegen und hat die Antwort auf den Supercup gegeben.

«Kein Zauberhandball, sondern Arbeit» habe Pfadi diesen Startsieg eingebracht, sagte Trainer Adrian Brüngger. «Es ist Anfang Saison, es geht allen Mannschaften gleich, noch ist nicht alles eingespielt. Da muss man jenen Handball spielen, der zu dieser Phase passt.» Das hiess für die Winterthurer NLA-Handballer gestern: eine grundsolide Arbeit in der Verteidigung. Dahinter Goalie Arunas Vaskevicius, der das Nötigste hielt. Und ein Angriff, der mit zunehmender Matchdauer disziplinierter wurde. Der auf jeden Fall zwingender aufspielte als noch am Samstag im verlorenen Supercup in Arosa. «Von der Ausstrahlung her war das in Kriens ein ganz anderer Auftritt», verglich Brüngger die beiden Partien. Steigerung mit Krieg Der Einstieg gestern verlief zäh, der Playoff-Halbfinalist Kriens schnitzerte ebenso wie der Playoff-Finalist Pfadi. Wenig Tore, viele Fehler und zwei gute Defensiven prägten die ausgeglichene erste Halbzeit, die entsprechend 10:10 ausging. Pfadi brauchte für die zehn Tore 24 Angriffe, natürlich zu viel. Luka Maros und Marcel Hess hatten ungewöhnlich viele Ballverluste, Linkshänder Goran Cvetkovic zögerte im Aufbau recht häufig. Die Steigerung im Angriff kam mit der zweiten Halbzeit. Julian Krieg kehrte in der 31. Minute nach überstandener Verletzung im rechten Handgelenk erstmals wieder aufs Feld zurück und sorgte, wie Michal Svajlen auf der anderen Aufbauseite, für jenen direkten Zug aufs Tor, der zuvor gefehlt hatte. Der Druck, die Durchbrüche und Treffer von Krieg und Svajlen öffneten Pfadi den Kurs, der zum Sieg führen sollte. Kapital war Kriegs Penaltytor in der 57. Minute zum 23:20. Ausserdem trumpfte der noch nicht 18-jährige Rechtsaussen Cédrie Tynowski in der zweiten Hälfte mit sehenswerten vier (Konter-)Treffern auf und Hess versenkte den Ball in der engen Schlussphase dreimal. Vom 20:20 an war Pfadis Abschlussquote hervorragend. Im Gegensatz zu Arosa wurden mehrere Konter erfolgreich gelaufen, mehr als es der HCK fertigbrachte. «Mit den Gegenstössen konnten wir in Phasen, die für Kriens unangenehm waren, Nadelstiche setzen», ergänzte Brüngger. Defensive als Grundlage Die Steigerung in der Offensive also war nötig, um die ersten zwei Punkte ins Trockene bringen zu können. Aber die Grundlage setzten die Winterthurer anderswo: «Wir haben es vor allem mit der Abwehr und mit dem Torhüter gerichtet», betonte Brüngger, der von einem «harten Kampf» sprach. Seine Mannschaft brachte den Job erfolgreich zu Ende, was nach dem Dämpfer im Supercup bedeutsam war. Nicht zum Einsatz kam Milan Corovic, der neue Spielmacher. «Er muss zuerst Vertrauen holen und über die Trainings ins Spiel finden», erklärte Brüngger. Der Supercup war für Corovic, zuvor an der Wurfschulter verletzt, zu früh gekommen. Und überhaupt gabs gestern keinen Grund, Regisseur Kevin Jud vom Platz zu nehmen, er trieb das Spiel an. Sein NLA-Debüt gab Patrick Murbach, der vom TV Solothurn gewechselt ist und mit einer Doppellizenz bei Yellow spielt, in der Schlusssekunde mit einer Penaltyparade gegen Nik Tominec. ­Nationaltorhüter Aurel Bringolf stand nicht im Aufgebot. Die Gründe, sagte Brüngger, würden «intern bleiben». Der HC Kriens-Luzern gab den erwartet schweren Gegner ab. Mit ihm, der letzte Finalrunde auf dem 3. Platz abgeschlossen hatte, dürfte auch in dieser Saison zu rechnen sein. Gestern verteidigte er vor allem in der ersten Hälfte sehr gut, leistete sich vorne allerdings zu viele Ballverluste – letztlich entscheidend mehr als die Winterthurer, die ihre spielerischen Fähigkeiten gleichsam noch nicht ganz aufzeigten. Steigerungspotenzial hätten auch die beiden Schiedsrichter. Mag aber auch sein, dass das gestern bereits ihr Leistungszenit war.

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