Zum Hauptinhalt springen

Pfadi nimmt die letzte Hürde locker

Pfadi deklassierte Goss­au 35:22 (18:11) und schloss damit die erste Saisonhälfte auf dem 1. Platz der NLA ab.

Eigentlich wars nicht mehr als eine Vollzugsmeldung: Pfadis letzter Schritt zum 1. Platz nach der Qualifikationsrunde wurde der erwartet leichte. «Schon nach ein paar Minuten war irgendwie klar, wie das Spiel ausgehen würde», stellte Trainer Adrian Brüngger fest. Seine Winterthurer führten in der 8. Minute 5:1. Im Prinzip hätte es ja 7:1 stehen müssen, doch waren zwei Konter mit Fehlwürfen verschenkt worden. Nach Minute 21 hiess es 14:4. Es folgten Nachlässigkeiten im Angriff, worauf die Goss­au­er mehrfach bis auf sieben Tore heranrücken durften. Gegen Ende hin stieg Pfadis Produktion wieder, was sich in den 13 Toren Unterschied niederschlug. Es hätte leicht auch mehr sein können. Zwischendurch passte nicht alles. Gleich neun direkte Gegenstösse blieben unverwertet und Dino Bajram hatte dreimal nacheinander Mühe, am Kreis den Ball zu fangen. Trainer im Tenü Doch natürlich genügte alles für einen lockeren Sieg über die Gossauer, die wie schon in der Vorrunde keinerlei Chancen besassen. Immerhin hatten sie in den vergangenen Runden GC Amicitia Zürich bezwungen und die Kadetten Schaffhausen an den Rand eines Punktverlustes gebracht. Gegen Pfadi jedoch war wieder nichts zu holen. Viele Bälle gingen verloren. Die meisten aus den Händen von Top­sko­rer Christoph Pieske. Der Linkshänder aus Deutschland erzielte zwar acht Treffer, war zugleich aber auch schuld an einem guten Dutzend missglückten Angriffen. Erschwerend kam hinzu, dass den Gästen einige Spieler verletzt fehlten. Die Lage war derart ernst, dass Fabian Graber, der ansonsten mit Goss­au 2 in der 2. Liga und mit Appenzell in der 1. Liga antritt, kurzfristig aktiviert wurde. Er löste seine Aufgabe lange Zeit gut und erzielte vier Tore. Im Spieltenü stand Trainer Rolf Erdin bereit für Einsätze im Rückraum. Brüngger hatte seinem ehemaligen Pfadi-Teamkollegen vor dem Match geraten, er solle es sich doch nicht antun, im Angriff gegen Marcel Hess zu spielen ... Erdin blieb denn auch draussen. Bringolfs 20 Paraden Pfadis Verteidigung tat gegen die oft überforderten Goss­au­er das Wesentlichste und Torhüter Aurel Bringolf hielt 20 Würfe, dar­un­ter gleich drei Penaltys von Pieske. «Wir haben etwas fürs Torverhältnis gemacht und aktive Juniorenförderung betrieben», ergänzte Brüngger. Für die Schlussviertelstunde spielten Michael Meier und Yannick Ott im Rückraum. «Sie machten es gar nicht schlecht», meinte der Trainer. Nach Anlaufschwierigkeiten erzielten beide je drei Tore. Verschiedene Spieler konnten für den Cup am Samstag, «wenn es», wie Brüngger sagt, «nochmals richtig wichtig wird», geschont werden. Cédrie Tynowski pausierte wegen des Rückens. Milan Corovic sah sich das Spiel von aussen an, weil er sich letzten Samstag in Zürich erneut am linken Ellbogen verletzt hatte. Er wird wohl auch am nächsten Samstag beim letzten Match vor der «Winterpause» fehlen. Dann gehts in der Eulachhalle im Cup-Achtelfinal gegen GC Amicitia Zürich. Das Zwischenziel in der Meisterschaft haben die Winterthurer mit ihrem 1. Platz erreicht. Verdient. Denn sie sind seit der dritten Runde Leader und waren die konstanteste Mannschaft der Nationalliga A, die im Februar mit der Finalrunde fortgeführt wird. Urs Stanger

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch