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Pfadi sichert sich den «Final»

Durch ein schwer erkämpftes 25:20 (15:9) beim HC Kriens-Luzern wahrte Pfadi seine Chance auf die Poleposition für die Playoffs.

Die Ereignisse des zweitletzten Durchgangs der Finalrunde haben für Pfadi schöne Folgen. Die Kadetten Schaffhausen mühten sich zu einem 27:26-Heimsieg über St. Otmar ab und die Winterthurer revanchierten sich an Kriens-Luzern für ihre einzige Heimniederlage der Saison. Dadurch liegen sie weiterhin nur einen Punkt hinter dem Leader aus Schaffhausen zurück, womit es diesen Samstag in der Eulachhalle gegen die Kadetten zum «Final» um den 1. Schlussrang der Finalrunde kommt. Siegen die Winterthurer, starten sie als Nummer 1 in die Playoffs und hätten auch in einem allfälligen Final Heimvorteil. Eine ausgezeichnete erste Halbzeit lang steuerte Pfadi gestern sicheren Schrittes diesem entscheidenden Match entgegen. Die 6-0-Abwehr war nur schwer zu überwinden, die Krienser brachten mitunter nur Schüsschen zustande und Torhüter Aurel Bringolf hielt zehn Bälle. Zudem liess sich vorne die Ausbeute mit 15 Toren aus 23 Angriffen sehr sehen. Die Winterthurer also hatten das Geschehen gegen den HC Kriens-Luzern, der lange als ihr möglichster Gegner für den Playoff-Halbfinal galt, im Griff; zur Pause führten sie 15:9. Was dann für geraume Zeit folgte, hatte mit dem Auftritt der ersten Hälfte allerdings nur noch eines gemeinsam: Die Abwehr stand weiterhin gut. Das offensive Wirken dagegen versandete zusehends. In den ersten 19 Angriffen nach der Pause erzielten sie nur noch vier Tore. Die Krienser kamen immer näher heran, bis ihnen in der 52. Minute durch einen Konter tatsächlich der Ausgleich (19:19) gelang. Pfadis Rückraum hatte keinen Druck mehr produziert, Julian Krieg schnitzerte ebenso wie Luka Maros, der sich zwischendurch gleich viermal in Folge einen Ballverlust leistete. Svajlens Rolle Die Zündung zur Rückkehr ins Spiel gab ausgerechnet einer, dem man eigentlich gar nicht so viel Einsatzzeit hatte einräumen wollen: Michal Svajlen. Bei seinem Comeback sechs Wochen nach dem Zusammenbruch in einem Nationalteam-Training führte er als Spielmacher den Aufbau – und erzielte mit zwei kernigen Würfen zwei wichtige Tore auf dem Weg zur Besserung Pfadis. Er schoss das 18:16, das erste Tor nach acht vergeblichen Angriffen, und er traf in der 52. Minute zum erneuten Führungstreffer (20:19). Später wuchtete Maros das 21:20 und damit die endgültige Führung ins Tor. Was Svajlen gestern zeigte, verdient höchsten Respekt. Bis zum Schluss versenkten die Winterthurer vom 19:19 an sämtliche sechs ihrer Abschlüsse. Die dringend notwendige Steigerung im Angriff brachte ihnen den Sieg ein, den sie sich eigentlich mit einer sehr soliden Abwehrleistung erarbeitet haben. «Wir wussten schon vor dem Match, dass wir in der Offensive kein schönes Spiel würden bieten können», meinte Trainer Adrian Brüngger. Zumal der dynamische Spielmacher Kevin Jud wegen seiner Knöchelverletzung erwartungsgemäss ausfiel. «Es ging nur über ein Gewürge», ergänzte der Trainer. Das traf denn auch ein. Zum hektischen Geschehen der zweiten Halbzeit gehörten zwei Schiedsrichter, die beidseits nicht immer alles unter Kontrolle hatten. «Auch Strafen haben uns aus dem Tritt gebracht», meinte Brüngger. «Zum Glück haben wir ihn rechtzeitig wieder gefunden.» Die Offensivkraft des HC Kriens-Luzern, der seit geraumer Zeit als Tabellendritter feststeht, reichte an diesem Abend nicht für einen Sieg über den Tabellennachbarn. Die Rückraumschützen Boris Stankovic und Luca Spengler fehlten angeschlagen, in der 38. Minute fiel auch noch Linkshänder Nicolas Raemy mit einer Gesichtsverletzung aus. Mit Severin Brüngger Die Verteidiger – sowie die Torhüter Bringolf und Martin Pramuk, die ihren Job erfüllten – bildeten den Grundstock zum Sieg. Pfadi spielte im 6-0 durch. Und mitten drin, als Innenverteidiger neben Dino Bajram, stand Severin Brüngger, des Trainers jüngerer Bruder, der in Vergangenheit schon öfters als Nothelfer gewirkt hatte. In dieser Saison aber wurde der Altinternationale konsequenter als sonst aufgebaut. Am Samstag beim Finalrunden-Final gegen die Kadetten wird er wohl fehlen, für die Playoffs und das Cup-Final-Four aber ist Severin Brüngger, der als Pilot arbeitet, durchwegs verfügbar. «Wir müssen», lächelte der Trainer und Bruder, «schliesslich ein paar Spieler für die 6-0-Abwehr haben.» Severin Brüngger verteidigte stark und erzielte zudem sein Comeback-Tor: Gleich nach der Pause im Konter zum trügerisch beruhigenden 16:9 – ehe Pfadis Offensivquote zusammenbrach. Den Schlusspunkt dieser unsteten zweiten Halbzeit übrigens lieferte Brünggers Abwehrpartner: Dino Bajram blockte zwei Würfe, was bezeichnend für Pfadis Auftritt war.

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