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Pfadi Winterthur will in die Sportarena am Deutweg

Das Sportzentrum Wincity am Deutweg wurde bereits mehrfach angekündigt und wieder verschoben. Nun will die Entwicklerin Befair AG dem Projekt neuen Schwung geben und plant einen Schulterschluss mit dem NLA-Handballverein Pfadi Winterthur.

Das Sportzentrum Wincity am Deutweg wurde bereits mehrfach angekündigt und wieder verschoben. Bis zu 80 Millionen Franken wollen Private auf dem Gelände neben der Eishalle in ein multifunktionales Sportzentrum investieren. Nachdem es in den letzten Monaten still um das Projekt geworden war, hat die Zürcher Projektentwicklerin Befair AG heute einen Schulterschluss mit dem Winterthurer NLA-Handballverein Pfadi Winterthur angekündigt.

Arena für Spitzenspiele

Der neunfache Handball-Schweizermeister Pfadi Winterthur muss für Trainings wie auch für Wettkampfspiele oft ausweichen, weil die Eulachhallen für Messen benutzt werden. Schon seit längerem bemüht sich der Verein deshalb um eine wettkampftaugliche Ballsporthalle, wie sie etwa in Schaffhausen steht. Ansonsten drohe man den Anschluss im Spitzenhandball zu verlieren. In Bern, Luzern und Aarau sind solche Hallenprojekte im Gange. In Winterthur stehen die Chancen für eine Finanzierung durch die Stadt angesichts der städtischen Finanzlage allerdings schlecht. Nichtsdestotrotz hatte Pfadi, gemeinsam mit anderen Ballsportartvereinen aus dem Bereich Unihockey und Basketball ein eigenes Hallenprojekt verfolgt. «In mehreren Gesprächen ist es uns gelungen, Pfadi von einer Zusammenarbeit im Projekt Wincity zu überzeugen», sagt Befair-Geschäftsführer Roland Fisch. «Es freut uns ausserordentlich, dass aus einem Konkurrenzprojekt eine Partnerschaft entstehen konnte.» Wie viele Sitzplätze maximal zur Verfügung stehen, will man bei Befair noch nicht beziffern - es werde eine Halle angestrebt, die sich für Spitzenspiele in kurzer Zeit zur Arena ausbauen lasse.

Mehr Bälle als Pucks

Fisch hofft, dass mit Pfadi Winterthur als Bannerträger und Projektpartner der Glaube an das Projekt gestärkt wird und andere Vereine und Mieter nachziehen. Das Zentrum umfasst neben Sporthallen auch Gastronomie, eine Sportklinik, ein Fitnesszentrum, Büroräume und Unterkünfte, etwa für Schüler einer Sportakademie. Die Stadt Winterthur wird Wincity nicht finanzieren, stellt aber das Bauland zur Verfügung und kommt als möglicher Hallenmieter in Frage. «Die Stadt glaubt an das Projekt Wincity und wird es weiter unterstützen», sagt Sportstadtrat Stefan Fritschi (FDP). Die Baueingabe für Wincity ist noch bis April 2015 gültig. Bis dahin sollen die Verträge mit Nutzern und Investoren abgeschlossen sein, hofft man bei Befair. Die Eishalle, welche ebenfalls Teil der Baueingabe ist, hat aktuell eine tiefere Priorität. «Wir spüren mehr Bedarf bei den Bällen als bei den Pucks», sagt Roland Fisch.

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