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Playoff-Hoffnungen

WINTERTHUR. In der Nacht auf heute begannen die NHL-Playoffs. Anaheim mit Jonas Hiller und Luca Sbisa gehört zu den Favoriten.

Anaheim spielt seine 20. Saison in der NHL, und was für eine. Die Ducks beendeten die Qualifikation als bestes Team der Western Conference und stellten zahlreiche Franchise-Rekorde auf. Sie gewannen so viele Punkte (116) wie noch nie, wobei sie sowohl zu Hause (29) als auch auf fremdem Eis (25) so viele Siege wie noch nie feierten. Die 263 erzielten Tore sind ebenfalls eine Bestmarke. Beeindruckend ist auch, dass Anaheim 26-mal nach einem Rückstand triumphierte. Gegen die Teams aus der eigenen Division gewannen die Ducks 22 von 29 Spielen, gegen jene aus der Conference 34 von 49.

Anaheim weiss aber aus eigener Erfahrung, dass solche Zahlen nicht viel bedeuten. In der vergangenen Saison scheiterten die Kalifornier nach einer starken Qualifikation in der ersten Playoff-Runde an Detroit. «Die Mannschaft hat sehr viel daraus gelernt», ist Sbisa überzeugt. «Wir haben einen guten Mix zwischen jungen und alten Spielern. Alle wissen, dass mit unserem Talent alles möglich ist», sagte Sbisa.

Dennoch sind sich die Experten einig, dass es gegen Dallas alles andere als ein Selbstläufer wird. In den Direktduellen in dieser Saison steht es 2:1 für die Stars, die erstmals seit 2008 wieder in den Playoffs stehen. Wie die Ducks mit Ryan Getzlaf (87 Punkte/2. in Skorerwertung) und Corey Perry (82/5.) kann auch Dallas mit dem Ex-Bieler Tyler Seguin (84/4.) sowie Jamie Benn (79/10.) auf ein Topduo im Sturm zählen.

Trotz der guten Saison herrscht für Hiller und Sbisa nicht nur eitel Sonnenschein. Vor allem Hiller scheint derzeit schlechte Karten zu besitzen. Der Appenzeller Goalie durchlebte zuletzt eine sehr schwierige Zeit, in der er an Selbstvertrauen einbüsste. Bei seinen letzten drei Einsätzen unterlag das Team dreimal, in den letzten vier Partien wurde er nicht mehr eingesetzt. Frederik Andersen dagegen verlor bloss 5 seiner 25 Spiele und hat auch eine bessere Abwehrquote. Zuletzt spielte sich zudem John Gibson in den Vordergrund. Der erst 20-Jährige brachte es in seinen ersten drei NHL-Begegnungen auf eine Abwehrquote von 95,4 Prozent. Damit unterstrich er eindrücklich, war­um er als eines der grössten Goalie-Talente gilt. Für Hiller, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, spricht derzeit einzig die Playoff-Erfahrung.

In der Serie zwischen den New York Rangers und den Philadelphia Flyers kommt es zum Duell zwischen den Nationalverteidigern Rafael Diaz und Mark Streit. Zwischen diesen beiden Teams herrscht eine grosse Rivalität, dementsprechend umkämpft dürfte das Duell werden. Philadelphia fing sich nach einem schwachen Start mit nur einem Sieg in den ersten acht Partien auf – Headcoach Peter Laviolette war bereits nach drei Spielen durch Craig Berube ersetzt worden. Auch Mark Streit steigerte sich und präsentierte sich zuletzt in Topform: In den letzten sechs Begegnungen skorte er jedes Mal und brachte es auf ein Tor und neun Assists. Mit total zehn Treffern und 34 Assists war er in der Skorerwertung der Verteidiger die Nummer 16.

Auch im Duell zwischen Colorado Avalanche und Minnesota Wild treffen mit Reto Berra und Nino Niederreiter theoretisch zwei Schweizer aufeinander. Berra ist bei Colorado wohl vor allem Zuschauer. Niederreiter dagegen hat sich bei Minnesota eta­bliert und geht mit 36 Skorerpunkten (14/22) in seine ersten NHL-Playoffs. (si)

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