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Polizei verhaftet zwei mutmassliche Helfer

Das Land trauerte gestern um die Opfer der Anschläge in Kopenhagen. Die jüdische Gemeinde will nicht nach Israel auswandern.

Nach den Anschlägen von Kopenhagen hat die dänische Polizei zwei mutmassliche Helfer des Attentäters gefasst. Ihnen werde vorgeworfen, dem Täter ein Versteck verschafft und bei der Entsorgung der Tatwaffe geholfen zu haben. Das sagte der Anwalt eines der Verdächtigen, Michael Juul Eriksen, gestern der Nachrichtenagentur AFP. Die beiden Festgenommenen wurden einem Haftrichter vorgeführt. Die dänische Polizei bestätigte die Festnahmen, machte aber keine Angaben zu den Vorwürfen gegen diese. Der 22-jährige erschossene Attentäter hatte bei seinem Angriff nach Polizeiangaben eine alte, gestohlene Armeewaffe benutzt. Gemäss der Boulevardzeitung «Ekstra Bladet» wurde er erst vor zwei Wochen aus dem Gefängnis entlassen, wo er wegen schwerer Körperverletzung gesessen habe. Demnach wurde er im Dezember verurteilt, weil er ein Jahr zuvor in einem Kopenhagener Bahnhof einen 19-Jährigen ohne erkennbaren Grund niedergestochen hatte. Den Grossteil der Strafe habe er durch die Untersuchungshaft verbüsst.

Juden wollen bleiben

In Dänemark wehten die Flaggen gestern auf halbmast. Das Land gedachte mit Trauerkundgebungen der beiden Opfer. Die jüdische Gemeinde in Dänemark schlug gestern den Vorschlag von Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu zur Auswanderung nach Israel indes aus. «Wir sind dankbar für Netanyahus Besorgnis, aber wir sind Dänen, wir sind dänische Juden, aber wir sind Dänen», sagte ein Sprecher. «Wir werden nicht wegen Terror nach Israel gehen.» Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs bekräftigten diese Haltung und riefen die Juden in ihren Ländern dazu auf zu bleiben.

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