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Polizei verzeigte auch Cafégäste

Im Rahmen einer Demo in der Altstadt wurden auch Unbeteiligte gefilmt und zur Anzeige gebracht. Das zuständige Stadtrichteramt stoppte in diesen Fällen die Verfahren.

Ein 28-Jähriger wurde vorgestern vom Bezirksgericht Winterthur verurteilt, nachdem er am 19. Oktober an einer unbewilligten Demo in der Altstadt teilgenommen hatte. Der Umzug durch den Graben und die Marktgasse war eine Reaktion auf die «Standortfucktor»-Demo einen Monat zuvor. Mehrere Verfahren zur Nach­demo sind derzeit noch hängig, einzelne wurden jedoch bereits vor einem allfälligen Gerichtstermin gestoppt. Sie betreffen Personen, welche zwar von der Polizei angezeigt wurden, sich jedoch als unbeteiligte «Zaungäste» herausgestellt hatten. Keine Beweise für Teilnahme Gabi Bienz-Meier, Leiterin des Stadtrichteramts, bestätigt, dass in mehreren Fällen sogenannte «Nichtanhandnahmen» verfügt worden waren. Das heisst, es wurden keine gerichtlichen Verfahren eröffnet. Dabei handelte es sich um Personen, die zwar im Rahmen der Demo gefilmt worden waren, jedoch als Gäste von Gartenrestaurants und Cafés identifiziert werden konnten. «Die Bilder würden vor Gericht nicht standhalten», sagt Bienz-Meier. «Wir müssen ja belegen, dass tatsächlich eine Teilnahme an der Demo erfolgte.» Zu den noch hängigen Fällen im Rahmen der Nachdemo äussert sich Bienz-Meier derzeit nicht. Man warte hiermit bis zum Abschluss aller Verfahren.

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