Zum Hauptinhalt springen

Polizist tötet mit Elektroschock

Sydney. Bei der Verfolgung eines jungen Brasilianers im Zen­trum von Sydney haben aus­tralische Polizisten mindestens 14-mal eine Elektroschockpistole eingesetzt – danach brach der 21-jährige Student tot zusammen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung zum Tod des Mannes, deren Ergebnisse gestern vor Gericht vorgestellt wurden. Das Opfer hatte im März gemeinsam mit zwei Freunden LSD eingenommen und danach in einem Geschäft zwei Packungen Kekse gestohlen. Daraufhin machten sich mehrere Beamte an die Verfolgung des unbewaffneten Brasilianers, der unter dem Drogeneinfluss offenbar grosse Kräfte entwickelte. Die Polizisten hätten zunächst Pfefferspray und einen Schlagstock eingesetzt, bevor sie mit sogenannten Tasern schossen und Verstärkung herbeiriefen. Als der junge Mann schliesslich am Boden überwältigt wurde, stellte sich den Angaben zufolge heraus, dass er nicht mehr atmete.

Die Polizei hatte den Taser­einsatz verteidigt, das brasilianische Konsulat in Sydney hatte jedoch eine Erklärung für den tödlichen Vorfall gefordert. Taserwaffen sollen Menschen ausser Gefecht setzen, aber nicht töten.

500 Opfer weltweit

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International starben beim Einsatz solcher Waffen seit ihrer Markteinführung 2001 weltweit rund 500 Menschen. (sda)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch