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Portmann ersetzt Leutenegger im Nationalrat

Weil Filippo Leuten­egger in den Stadtrat gewählt worden ist, wird sein Sitz im Nationalrat frei. FDP-Kantonsrat Hans-Peter Portmann rückt nach.

Die Stadtzürcher Gemeindeordnung verbietet es Mitgliedern des Stadtrates, gleichzeitig dem National- oder Ständerat anzugehören. Der am Sonntag in Zürich zum Stadtrat gewählte Filippo Leutenegger (FDP) muss deshalb seinen Sessel in Bern räumen. Davon ­profitiert FDP-Kantonsrat Hans-Peter Portmann (Bild) aus Thalwil. Weil er es bei den letzten Nationalratswahlen 2011 auf den ersten Ersatzplatz schaffte, darf er nun in Bern endlich nachrücken.

Endlich deshalb, weil Portmann bereits bei den eidgenössischen Wahlen 2007 auf der Ersatzbank Platz nehmen musste, ohne dass sich je die Chance zum Nachrücken eröffnete. Dass es diesmal klappt, sieht er als «späte Entlöhnung» für sein gutes Wahlergebnis vor vier Jahren. Beachtlich war dieses, weil er auf dem siebten Listenplatz startete und auf dem fünften landete. Dabei überholte er sogar seinen FDP-Kantonalpräsidenten Beat Walti, der auch gerne Nationalrat geworden wäre.

Fürsprecher der Banken

Portmann ist bekennender Schwuler und arbeitet als Direktor einer Privatbank. Einen Namen machte er sich vor Jahren zuerst mit seinem Vorschlag, die Steuererklärung so radikal zu verein­fachen, dass sie auf einem Bierdeckel Platz haben sollte. Allerdings verliefen die Bemühungen im Sande, obwohl sie intensiv diskutiert wurden. In den letzten Jahren äusserte sich Portmann immer wieder prononciert zu Fragen des Bankgeheimnisses und des Schweizer Finanzplatzes, den er gegen jegliche Angriffe verteidigte. Im Kantonsrat sitzt Portmann seit 1995, zuerst für die CVP, danach für die FDP. Derzeit ­präsidiert er die Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit, die den «Fall Mörgeli» aufarbeitet.

Im Hinblick auf sein neues Amt in Bern will Portmann nun seinen Kantonsratssitz abgeben. Nachrücken wird voraussichtlich Antoine Berger (FDP) aus Kilchberg. Berger sass bereits 2007 bis 2011 im Kantonsparlament, landete aber bei den Wahlen 2011 auf der Ersatzbank. Voraussichtlich im Frühjahr will Portmann das Mandat in Bern antreten. (sis/tsc)

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