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Positiv getestet und nach Hause geschickt

sotschi. Die deutsche Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle bestätigte einen positiven Dopingbefund. William Frullani, Mitglied von Italiens Viererbob, wurde ebenfalls überführt.

In beiden Fällen wurde das Stimulans Methylhexanamin (beziehungsweise dessen Untergruppe) nachgewiesen, das in den letzten Jahren als Substanz vielen Nahrungsergänzungsmitteln illegal zugesetzt wurde. Die gesundheitsgefährdenden Präparate werden unter anderem als «Fatburner» und als Produkte zur «Verbesserung der Sauerstoffkapazität bei harten Belastungen» beworben.

Evi Sachenbacher-Stehle war am Montag nach ihrem 4. Rang im Massenstartrennen positiv getestet worden. Am Donnerstag war sie als stärkste Läuferin des deutschen Teams nicht für die Biathlon-Staffel nominiert worden, was dar­auf schliessen lässt, dass die positive Probe bereits bekannt war. Sie wurde aus dem Olympiateam ausgeschlossen und trat die sofortige Heimreise an.

In einem Statement schrieb die 33-Jährige «vom schlimmsten Albtraum, den man sich vorstellen kann». Als Langläuferin war sie 2006 in Turin wegen knapp erhöhter Blutwerte mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt worden und hatte deshalb das Olympia-Auftaktrennen verpasst. Später gewann sie Silber mit der Staffel. Insgesamt holte sie im Langlauf fünf Olympiamedaillen (zwei Gold, drei Silber); vor zwei Jahren stieg sie auf Biathlon um.

Sachenbacher-Stehle liess sich via Management so zitieren: «Ich kann mir überhaupt nicht erklären, wie es zu der positiven Probe gekommen ist. Selbst entsprechende Nahrungsergänzungsmittel hatte ich im Labor vorher überprüfen beziehungsweise mir die Unbedenklichkeit von den Herstellern bestätigen lassen, um immer auf der sicheren Seite zu sein. Ich kann im Moment allen Beteiligten nur ausdrücklich versichern, dass ich zu keinem Zeitpunkt bewusst verbotene Substanzen zu mir genommen habe und alles daran setzen werde, diese Sache lückenlos aufzuklären.»

Im Internet beschafft

Die positive Probe des Bob-Anschiebers William Frullani stammt vom 18. Februar, als der 34-jährige Italiener im olympischen Dorf getestet worden war. Der frühere Zehnkämpfer, der die verbotene Substanz laut eigenen Angaben via Internet aus den USA beschafft hatte, wurde umgehend aus der italienischen Delegation ausgeschlossen. (si/red)

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