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Prekäre Tour zum weissen Horizont

In Ostgrönland geht ein besonders eisiger Wind, das machen die ersten Einstellungen im 52-minütigen Dokfilm des Aadorfers Humbi Entress klar. Der Filmer zeigt den heutigen Wohnort des Südtirolers Robert Peroni im ostgrönländischen Tasiilaq in tiefem Schnee. Hier betreibt der ehemalige Extremsportler ein Gästehaus. Entress stellt Peroni als charismatische Persönlichkeit vor, dem das Wohlergehen der lokalen Bevölkerung am Herzen liegt: Durch den Betrieb seines Hotels ergibt sich für sie die eine oder andere Verdienstmöglichkeit, ansonsten sind die Perspektiven im wilden Osten nicht sonderlich rosig. Peroni will von der kleinen Ortschaft an der Küste zu seiner letzten Expedition zum Inlandeis aufbrechen, obwohl eine schwere Krankheit an seinen Kräften zehrt. Die Si­tua­tion der Inuit, ein kranker Mann und sein grosser Traum – es geht eine Weile, ehe sich dem Zuschauer erschliesst, wie das alles zusammenpasst: Peroni durchquerte zu Fuss Grönland an der breitesten Stelle. Die Erfahrung der weissen Wüste während seiner extremen Tour und das Erlebnis der totalen Weite wurde für ihn, der im Südtirol stets von hohen Bergen umgeben war, zu einer prägenden Erfahrung. Der Film schildert in der Folge den Verlauf einer offensichtlich nicht ganz ungefährlichen Mission. Ein Eissturm bahnt sich an, doch eine He­li­ko­pterevakuation kommt nicht in Frage, weil wegen eines Vulkanausbruchs in Island die He­li­ko­pter am Boden bleiben müssen. (ua)

«Weisser Horizont»

Filmvorführung in Anwesenheit des Regisseurs, anschliessend Fragerunde. Heute Freitag, 12. April, um 20 Uhr im grossen Saal des Gemeindezentrums in Aadorf. www.mmpfilms.ch

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