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Prostitutionsautomat läuft tadellos

zÜrich. Das neue Bewilligungsverfahren für die Strassenprostitution in Zürich funktioniert ohne Probleme, wie das städtische Polizeidepartement gestern mitteilte. Eine Kurskorrektur sei nicht notwendig. In Kraft ist das neue Bewilligungsverfahren gemäss Prostitutionsgewerbeverordnung seit dem 8. Januar. Es umfasst Kontroll- und Beratungsgespräche sowie Ticketautomaten, an denen die Prostituierten gegen eine Gebühr von 5 Franken eine Arbeitsbewilligung für eine Nacht lösen können.

Um eine Bewilligung zur Strassenprostitution zu bekommen, müssen die Frauen einerseits nachweisen, dass sie zum Beispiel über eine Krankenversicherung und eine Erwerbsberechtigung verfügen. Andererseits müssen sie sich von Betreuerinnen der Sozialberatung Flora Dora beraten lassen.

Bis zum 28. Februar hat die Polizei 124 Gesuche behandelt, wovon sie elf ablehnte. In einem Fall entzog sie eine Bewilligung wegen Verstössen gegen die Prostitutionsgewerbeverordnung wieder, sechsmal drohte sie mit dem Entzug. Die Einnahmen aus den Bewilligungen beliefen sich auf 4520 Franken und aus dem Ticketverkauf auf 10 600 Franken.

Im selben Zeitraum häuften sich bei der Polizei 164 Verzeigungsrapporte wegen Prostitution ausserhalb der bewilligten Strichzonen an. Die Beamten gehen nicht nur gegen die Prostituierten vor, sondern auch gegen ihre Kunden. (sda)

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