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Prozess gegen Oberhaupt der Muslimbrüder geplatzt

Der zweite Prozess gegen das Oberhaupt der ägyptischen Muslimbrüder, Mohammed Badie, ist geplatzt. Kurz nach Eröffnung des Verfahrens legten die Richter am Mittwoch ihr Mandat wegen lautstarker Störmanöver der Angeklagten nieder.

Diese hatten Parolen wie "Nieder mit der Militärherrschaft!" geschrien und damit die Verhandlung übertönt, berichtete die Website der Tageszeitung "Al-Ahram". Die Anklage wirft Badie und 29 anderen Spitzenfunktionären der inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft Anstiftung zur tödlichen Gewalt bei anti-islamistischen Protesten im vergangenen Juni in Kairo vor. Die Verhandlung fand in einem eigens dafür eingerichteten Saal in der Polizeiakademie für Unteroffiziere im Süden von Kairo statt. Der Prozess muss nun neu angesetzt werden. Ein erstes Verfahren gegen Badie, in dem es um Unruhen in Giza im Juli geht, hatte bereits am vergangenen Montag begonnen. Es war auf Februar vertagt worden. Schläger bewaffnet Zusammen mit Badie angeklagt sind seine beiden Stellvertreter, Chairat al-Schater und Raschad Bajumi. Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten im vergangenen Juni Schlägertrupps angeheuert und mit Waffen ausgestattet, um Einrichtungen ihrer Organisation zu schützen. Anti-islamistische Demonstranten hatten damals das Hauptquartier der Bruderschaft in Kairo gestürmt und in Brand gesetzt. In der Kairoer Al-Azhar-Universität kommt es seit Tagen immer wieder zu Gewalt zwischen Mursi-Anhängern und der Polizei. (sda)

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