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Publigroupe hält sich nur knapp in der Gewinnzone

Der Werbevermarkter Publigroupe hat erneut starke Einbussen in seinem Hauptgeschäft erlitten: Im Inserategeschäft entstand 2012 ein operativer Verlust von 16,1 Mio. Franken. Gesamthaft konnte die Publigroupe das Betriebsergebnis knapp in der Gewinnzone halten.

Der operative Gewinn des Konzerns betrug im vergangenen Jahr 1,6 Mio. Franken, wie die Publigroupe am Freitag mitteilte. 2011 hatte der Werbevermarkter noch einen Betriebsgewinn von 21,9 Mio. Fr. ausgewiesen. Immerhin konnte das Unternehmen - entgegen einer Verlautbarung vom Dezember - auf operativer Ebene den Sturz in die Verlustzone verhindern. Demgegenüber lag der Reingewinn mit 50,2 Mio. Fr. deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres, als unter dem Strich ein Gewinn von 27,2 Mio. Fr. resultiert hatte. Das gute Ergebnis wurde allerdings nur dank des Verkaufs eines wesentlichen Anteils des Immobilienbestandes möglich. Beim Umsatz musste die Publigroupe einen Rückgang von 13 Prozent auf 1,13 Mrd. Fr. hinnehmen. Sorgen bereitet dem Werbevermarkter nach wie vor die Entwicklung des Inserategeschäfts (Media Sales), das durch den Rückgang im Printmarkt beeinträchtigt wird. Der Umsatz aus dem Inserateverkauf ging wie bereits 2011 um 13 Prozent auf noch 895,4 Mio. Fr. zurück. Trotz drastischer Kostensenkungsmassnahmen fiel der Betriebsverlust im Inserategeschäft mit 16,1 Mio. Fr. deutlich höher aus als im Vorjahr. 2011 hatte die Inseratesparte, zu der die Tochter Publicitas gehört, einen operativen Verlust von 5,1 Mio. Franken eingefahren. Die Publigroupe kämpft schon seit einiger Zeit mit schwindenden Umsätzen. 2009 hatte das Unternehmen noch 1,6 Mrd. Franken umgesetzt. Konzernchef Arndt Groth, der seit seit September auf dem Chefsessel des Konzerns sitzt, erwartet einen unverändert starken Rückgang im Printmarkt. Durch die bereits eingeleiteten Kostensenkungsmassnahmen, zu denen der Abbau von Arbeitsplätzen gehört, sowie einer stärkeren Konzentration auf den digitalen Bereich soll das Inserategeschäft wieder die Gewinnschwelle erreichen. "Digitale und mobile Medien werden immer wichtiger", wird Groth in der Mitteilung zitiert. (sda)

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