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Publikumsschwund beschert dem Theater Basel rote Zahlen

Wegen zwei erfolglosen Inszenierungen fällt im Theater Basel die Bilanz für die Spielzeit 2012/13 negativ aus: Besucherzahl und Auslastung gingen zurück, und unter dem Strich resultierten rote Zahlen. In der laufenden Saison soll's wieder aufwärts gehen.

Insgesamt hat das Theater Basel in der vergangenen Saison 155'096 Eintritte verzeichnet. Das sind 14'897 weniger als in der Spielzeit zuvor. Vom Zuschauerschwund waren alle drei Sparten betroffen, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des Theaters Basel hervorgeht. In der Oper ging die Zahl der Besucher um 10'379 auf 48'648 zurück, im Schauspiel um 8203 auf 33'975 und im Ballett um 3589 auf 29'869. Trotz des Zuschauerrückgangs konnte im Schauspiel die Auslastung von 48,4 auf 51,3 Prozent gesteigert werden. Dagegen sank sie in der Oper von 62,4 auf 52,6 und im Ballett von 65,6 auf 59,2 Prozent. Flops auf der Grossen Bühne Die Theaterleitung führt den Besucherrückgang und die gesunkene Auslastung hauptsächlich auf das Musical "The Black Rider" und die Oper "Katja Kabanowa" zurück. Beide Inszenierungen auf der Grossen Bühne fanden beim Publikum nicht den erhofften Zuspruch und brachten es auf Auslastungen von weniger als 38 Prozent. Der Besucherschwund beschert dem Theater Basel für die vergangene Spielzeit rote Zahlen: Resultierte in der Saison 2011/12 noch ein Gewinn von 82'229 Franken, musste nun ein Verlust von 262'926 Franken verbucht werden. Die Besuchereinnahmen schrumpften um nahezu eine Million Franken auf rund 8,4 Millionen Franken. Aufwand und Ertrag belaufen sich auf je rund 56 Millionen Franken. Die beiden Basel subventionieren das Theater mit 44 Millionen Franken. Wieder mehr Besucher erwartet Die Verantwortlichen sind gemäss einer Mitteilung zuversichtlich, dass es mit dem Theater Basel in der laufenden Spielzeit wieder aufwärts geht. So konnte per 15. Dezember die Gesamtauslastung im Vorjahresvergleich von 51,8 auf 60 Prozent erhöht werden. Die Zahl der Besucher stieg um 6200. Theaterdirektor Georges Delnon rechnet für die gesamte Spielzeit mit mehr Zuschauern in allen Sparten. Delnon, der 2015 an die Hamburgische Staatsoper wechselt, will auch in seinem achten Jahr in Basel ein möglichst breites, heterogenes, anspruchsvolles Publikum ansprechen, erobern und begeistern, wie er schreibt. Daneben will das grösste Schweizer Dreispartenhaus auch seine Dienstleistungen verbessern. So ist die Billettkasse ab 2014 über Mittag nicht mehr geschlossen, sondern durchgehend von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Verbessert werden auch die Online-Bestellmöglichkeiten. Vermehrt ansprechen will das Theater zudem Expats. So wird ab der kommenden Spielzeit ein auf die wachsende englischsprachige Community ausgerichtetes Abo angeboten. Zudem werden schon in dieser Saison Opern auch englisch übertitelt. (sda)

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