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Rasern keinen Raum für Ausweichmanöver geben

Bei Raserdelikten sollen die Gerichte mehr Spielraum kriegen. Zu stark sollte man uneinsichtigen Rasern nicht entgegenkommen.

Es wird gerast auf dem Land, und wie. Ob am Bezirksgericht in Winterthur oder in Andelfingen: Immer wieder sind die Regionalredaktorinnen und -redaktoren des «Landboten» an diesen Gerichten und berichten über Raserdelikte. Zwischen Neftenbach und Aesch, zwischen Gisenhard und Waltalingen oder zwischen Berg am Irchel und Teufen – in der Region gibt es gleich mehrere Raserstrecken.

Seit 2013 gilt laut Gesetz als Raser, wer in der 30er-Zone mit 70 Kilometern pro Stunde (km/h) oder mehr unterwegs ist, innerorts bei 50 mit mindestens 100 km/h. Ausserorts ist ein Raser, wer statt 80 mindestens 140 km/h fährt, auf der Autobahn 200 statt 120 km/h. Als Strafe verlangt das Gesetz den Entzug des Führerausweises von zwei oder mehr Jahren sowie eine Freiheitsstrafe von wenigstens einem Jahr. Fakt ist aber, dass die Gerichte die Gefängnisstrafe meist bloss bedingt aussprechen, sodass der Raser – es sind fast nur Männer – gar nicht hinter Gitter muss.

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